Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts zumindest einen Teil seiner Gewinne ins Ziel gerettet. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex noch 0,55 Prozent höher bei 9473,24 Punkten.

Auf Wochensicht steht damit ein Plus von 0,40 Prozent zu Buche. Nach dem Fehlstart ins neue Jahr liegt der Dax aber immer noch unter seinem Ende 2013 erreichten Rekordhoch.

Der MDax rückte am Freitag um 0,62 Prozent auf 16 644,79 Punkte vor - zwischenzeitlich hatte der Index der mittelgroßen Werte bei 16 715,64 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Der TecDax verabschiedete sich 1,28 Prozent fester bei 1215,29 Punkten ins Wochenende, was den höchsten Stand seit zwölf Jahren bedeutete. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,45 Prozent höher bei 3104,15 Punkten. In Paris und London legten die nationalen Indizes ebenfalls zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte derweil zum europäischen Handelsende 0,30 Prozent tiefer.

«Der überraschend schwache US-Beschäftigungsaufbau spielt all den Anlegern in die Hände, die auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der Fed hoffen», erklärte IG-Experte Kuhn. «Der Rückgang der Arbeitslosenquote belegt wiederum die Erholung am Arbeitsmarkt und die sich zusehends verbessernde, konjunkturelle Perspektive auf der anderen Seite das Atlantiks.»

Die Aktien der Lufthansa setzten sich mit plus 8,85 Prozent an die Dax-Spitze. Deutschlands größte Fluggesellschaft sieht sich nach den Sparbemühungen des vergangenen Jahres auf Kurs zu ihren Gewinnzielen, wie aus einer Präsentation hervorgeht. Zudem stützten positive Analystenkommentare.

Dagegen büßten die Titel von Index-Schlusslicht SAP nach überraschend vorgelegten Eckdaten für das vierte Quartal 1,21 Prozent ein. Vor allem vom Wachstumstreiber des Softwarekonzerns - der superschnellen Datenbank Hana - hatten sich Händler mehr erwartet. Die ThyssenKrupp-Papiere trotzten mit minus 0,03 Prozent den enttäuschenden Alcoa-Zahlen. Der US-Alukonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss für einen schwachen Start in die US-Berichtssaison gesorgt.

Im MDax gehörte die Anteilsscheine von Metro mit plus 2,82 Prozent zu den Favoriten. Börsianer verwiesen auf Spekulationen um eine mögliche Aufspaltung des Handelskonzerns. Die Aktien von Symrise legten um 2,21 Prozent zu. Der Aromen- und Duftstoffhersteller stockt seinen Anteil am schwedischen Biotech-Unternehmen Probi auf und hat ein öffentliches Pflichtangebot ankündigt.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,60 (Vortag: 1,63) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 132,36 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,49 Prozent auf 140,31 Punkte. Der Euro stieg auf 1,3662 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,3587 (1,3612) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7360 (0,7346) Euro gekostet.

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