Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen

dpa

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax). Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist deutlich unter die Räder gekommen. Experten verwiesen auf anhaltende Gewinnmitnahmen nach der starken Vorwoche, die Nervosität der Anleger vor dem TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton sowie schwindende Erwartungen an ein Treffen der Opec-Ölförderländer.

Dagegen konnte auch ein starkes Ifo-Geschäftsklima nichts ausrichten: Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 1,66 Prozent tiefer bei 10 450,57 Punkten. Damit knüpfte er an seine Verluste vom Freitag an. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen verlor am Montag 0,73 Prozent auf 21 391,99 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,98 Prozent auf 1784,60 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 1,56 Prozent auf 2985,06 Punkte zurück.

Kommende Nacht steht das erste TV-Duell zwischen Trump und Clinton an. Laut Experten könnte der verbale Schlagabtausch ein entscheidender Faktor für den Wahlausgang werden - derzeit liegen beide US-Präsidentschaftskandidaten in Umfragen nahezu gleichauf. Zudem erscheint eine Einigung der Opec-Mitglieder in Algier auf eine Begrenzung der Ölfördermengen nach Einschätzung der Commerzbank unwahrscheinlich.

Derweil hat sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen im September verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima stieg auf den höchsten Stand seit Mai 2014 und überraschte die Experten positiv.

Im Dax nahm der Verkaufsdruck auf Papiere der Deutschen Bank nochmals zu. Sie sackten bei 10,625 Euro auf ein neues Rekordtief ab. Zuletzt stand ein Minus von 5,87 Prozent auf 10,740 Euro zu Buche. Unter Anlegern verstärkte sich die Befürchtung, dass die Bank angesichts drohender Strafen aus den USA ihr Kapital erhöhen muss.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten kamen vor allem aus dem MDax. Lanxess eroberte die Indexspitze, nachdem der Spezialchemiekonzern eine 2,4 Milliarden Euro schwere Offerte für den US-Konkurrenten Chemtura bekannt gegeben hatte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,22 Prozent am Freitag auf minus 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 144,11 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,11 Prozent auf 165,32 Punkte. Der Euro stieg auf 1,1259 US-Dollar. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1214 Dollar festgesetzt.

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