Fiat
Kritiker nennen Marchionnes einschneidende Forderungen für das Stammwerk Mirafiori «moderne Sklaverei», Befürworter sprechen von einer neuen Ära des Autobaus in Italien.

Kritiker nennen Marchionnes einschneidende Forderungen für das Stammwerk Mirafiori «moderne Sklaverei», Befürworter sprechen von einer neuen Ära des Autobaus in Italien.

dpa

Kritiker nennen Marchionnes einschneidende Forderungen für das Stammwerk Mirafiori «moderne Sklaverei», Befürworter sprechen von einer neuen Ära des Autobaus in Italien.

Turin (dpa) - Die mehr als 5000 Beschäftigten im Fiat-Stammwerk Turin-Mirafiori haben mit der Abstimmung über einen umstrittenen neuen Tarifvertrag begonnen. Bis zum Freitagabend können sie sich zu den Plänen von Fiat-Chef Sergio Marchionne äußern.

Marchionne verlangt für das Werk flexiblere Verträge, längere Arbeitsschichten und kürzere Pausen verlangt. Das Ergebnis wird am späten Abend erwartet. Nach dem vorbereiteten Abkommen für Mirafiori, das von der linken Gewerkschaft Cgil-Fiom kategorisch abgelehnt wird, soll bei einer Zustimmung der Belegschaft eine Milliarde Euro in das Werk investiert werden - auch, um dort einen neuen Chrysler-Jeep zu bauen.

Marchionne hat damit gedroht, diese Investition im Ausland zu tätigen, sollten die Arbeitnehmer nicht zustimmen. Alle gemäßigten Fiat-Gewerkschaften sind für den Plan, um Arbeitsplätze zu retten. Kritiker nennen Marchionnes einschneidende Forderungen für das Stammwerk «moderne Sklaverei», Befürworter sprechen von einer neuen Ära des Autobaus in Italien.

In Mirafiori wurden im vergangenen Jahr etwa 120 000 Fahrzeuge gebaut. Die Produktion soll nach den Plänen mehr als verdoppelt werden. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hofft auf einen positiven Ausgang, um den Standort Italien des mächtigsten Industriekonzerns des Landes zu sichern. Dabei geht es um Gesamtinvestitionen des Autobauers von 20 Milliarden Euro in Italien, wie Marchionne angekündigt hatte.

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