Goldman Sachs und eine russische Internet-Gruppe steigen bei dem sozialen Netzwerk ein.

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Firmengründer Mark Zuckerberg kann sich über ein lukratives Geschäft freuen.

Firmengründer Mark Zuckerberg kann sich über ein lukratives Geschäft freuen.

dpa

Firmengründer Mark Zuckerberg kann sich über ein lukratives Geschäft freuen.

New York. Der Facebook-Hype erreicht neue Dimensionen: Das soziale Netzwerk hat Google 2010 als meistbesuchte Website in den USA überholt – und nun steigen weitere finanzkräftige Investoren bei dem US-Unternehmen ein. Die US-Großbank Goldman Sachs und die russische Internetbeteiligungsgruppe Digital Sky Technologies haben einem Bericht der „New York Times“ zufolge eine halbe Milliarde Dollar in Facebook investiert. Die Folge: Mit dem Investment werde das Unternehmen von Mark Zuckerberg (26) nun mit 50 Milliarden Dollar bewertet.

Firmengründer Zuckerberg ist über Nacht doppelt so reich

Für den hat der Goldman-Deal einen lukrativen Nebeneffekt: Zuckerberg, den das Magazin „Time“ zur Person des Jahres 2010 gekürt hat, könnte sein Vermögen damit verdoppelt haben. Als Facebook noch mit 23 Milliarden Dollar bewertet wurde, schätzte die Zeitschrift „Fortune“ seinen Reichtum auf 6,9 Milliarden Dollar. Umgerechnet auf die neue Bewertung wären es nun 15 Milliarden Dollar. Zuckerberg würde damit in einer Geld-Liga mit den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin spielen.

Facebook schafft sich eine Basis für den geplanten Börsengang

Als Teil der Abmachung werde Goldman Sachs weitere 1,5 Milliarden Dollar von verschiedenen Geldgebern einsammeln, hieß es in der „New York Times“ weiter. Damit habe sich das Unternehmen eine starke Position für den Facebook-Börsengang verschafft – für Banken ein lukratives Geschäft. Von den eigenen Facebook-Anteilen kann Goldman Sachs bis zu 75 Millionen Dollar an Mail.ru weiterverkaufen. Die Russen haben bereits rund 400 Millionen Dollar investiert und gehören damit zu den wichtigen Anteilseignern.

Investoren setzen enorme Erwartungen in das Netzwerk

Die Bewertung zeigt, welche Erwartungen die Investoren in das Netzwerk stecken. Zum Vergleich: Der Suchmaschinen-Riese Google brachte es nach seinem Börsengang im August 2004 auf 27 Milliarden Dollar. Heute ist er laut einem Ranking des „Handelsblatts“ knapp 150 Milliarden Dollar wert. Weltkonzerne wie Walt Disney oder die Royal Bank of Scotland stehen mit etwas mehr als 50 Milliarden Dollar in der Rangliste rund um den 100. Platz. Facebook ist allerdings auch nicht dem Auf und Ab der Börsen unterworfen.

Umsatz und Gewinn müssen nicht veröffentlicht werden

Das Unternehmen muss seinen Umsatz und seinen Gewinn nicht veröffentlichen, weil es in Privatbesitz ist. US-Medien spekulieren, dass der Erlös im vergangenen Jahr bei zwei Milliarden Dollar lag. Mit der neuen Finanzspritze hat das Netzwerk seit seiner Gründung im Februar 2004 mehr als 1,2 Milliarden Dollar Kapital erhalten.

Das Soziale Netzwerk ist zu einer der beliebtesten Websites weltweit geworden. Mehr als 500 Millionen Mitglieder sind dort aktiv, die US-Nutzer rufen die Plattform mittlerweile häufiger auf als die langjährige Nummer 1, Google.

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