Clement
Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement soll in den festgefahrenen Tarifgesprächen für die Baubranche schlichten.

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement soll in den festgefahrenen Tarifgesprächen für die Baubranche schlichten.

dpa

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement soll in den festgefahrenen Tarifgesprächen für die Baubranche schlichten.

Berlin (dpa) - Im Tarifkonflikt am Bau soll erneut der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement schlichten. Das teilten beide Seiten am Donnerstag mit. In der Nacht waren die Verhandlungen für die bundesweit 700 000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe geplatzt.

Arbeitgeber und Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) konnten sich nach 16-stündigen Gesprächen in der dritten Runde nicht auf ein höheres Einkommensniveau einigen. Die IG BAU will 5,9 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber boten in einer neuen Offerte zwei Stufen von je 2,5 Prozent an - zum 1. April und zum 1. April 2012. Clement (70) hat bereits dreimal in Konflikten der Baubranche geschlichtet.

Ein Zeitplan für die Schlichtung stand zunächst nicht fest. Der Vorstand der Gewerkschaft muss noch formal das Scheitern der Verhandlungen erklären, was die Tarifkommission einstimmig empfohlen hat. IG-BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers sagte, die in Aussicht gestellte Lohnerhöhung reiche bei weitem nicht und stehe in keinem Verhältnis zur guten Branchenentwicklung. Er kritisierte, dass für eine Ost-West-Angleichung zudem die West-Beschäftigten auf einen Teil der Erhöhung verzichten sollten. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Klaus Hering, betonte dagegen, es sei «ein akzeptables Angebot» gemacht worden.

Nicht verständigen konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auch auf eine Angleichung der Mindestlöhne in Ost- und Westdeutschland. Derzeit liegt der Mindestlohn im Osten bei 9,50 Euro und im Westen bei 10,90 Euro.

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