Winterschlussverkauf
Ein Mann geht in Magdeburg an einer Schaufensterwerbung für reduzierte Preise vorbei. (Archiv)

Ein Mann geht in Magdeburg an einer Schaufensterwerbung für reduzierte Preise vorbei. (Archiv)

dpa

Ein Mann geht in Magdeburg an einer Schaufensterwerbung für reduzierte Preise vorbei. (Archiv)

Berlin (dpa) - Deutschlands Einzelhändler locken wenige Tage vor Weihnachten mit ersten Winterrabatten. In den Innenstädten sind vielerorts schon rote «Sale»- oder Schlussverkaufschilder an den Schaufenstern zu sehen. Teilweise werden Reduzierungen bis zu 50 Prozent angepriesen.

«Das sind aber nur vereinzelte Aktionen auf ausgesuchte Artikel und Sortimente, um den Absatz anzukurbeln und die Leute in die Läden zu holen», sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer des Deutschen Textileinzelhandelsverbandes, Siegfried Jakobs, der Nachrichtenagentur dpa. Meist gebe es Rotstiftpreise auf Übergangsware. Mit weiteren Reduzierungen sei nach dem Fest zu rechnen.

Jakobs zufolge wird die «Reduzierungsphase» im Modehandel immer länger. «Das liegt auch daran, dass die Unternehmen immer wieder Platz schaffen wollen für neue Ware und Sortimente.» Die letzte große Lagerräumung der Saison erfolgt dann im neuen Jahr. Start zum sogenannten freiwilligen Winterschlussverkauf ist der 24. Januar. Der Branchenverband ruft dazu auf, den Rotstift mit Augenmaß anzusetzen. Mit Januar und Februar stünden die statistisch kältesten Monate noch bevor, die «Bedarfseinkäufe» bei warmen Pullis und Mänteln auslösen könnten.

Vom letzten Adventswochenende vor Heiligabend erhofften sich die rund 400 000 Einzelhändler noch einen kräftigen Umsatzschub. Der Handelsverband HDE forderte Städte und Kommunen dazu auf, ihren Beitrag zu leisten und Wege und Straßen ordentlich von Schnee und Eis zu befreien. In der dritten Dezemberwoche hätten die Geschäfte wegen des Winterchaos von leichten Einbußen berichtet. Viele Kunden blieben aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse lieber zu Hause.

Am Samstag berichteten Einzelhandelsverbände in mehreren Bundesländern über wieder brummende Geschäfte. In Hessen hieß es: «Das war der umsatzstärkste Tag des Jahres.» Positiv wirkte sich nachlassender Schneefall aus, der die Shopper hinter dem Ofen hervorlockte. Die Händler setzen nun auch auf die verbleibende Woche vor Weihnachten, in der die Verbraucher den wetterbedingten «Geschenke-Kaufstau» noch abbauen könnten. In zahlreichen Städten, darunter der Hauptstadt Berlin, öffnen die Geschäfte auch am vierten Adventssonntag.

«Jetzt kaufen die Menschen die SOS-Geschenke: Socken, Oberhemden, Schlipse», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, der dpa. Auch Lebensmittel für das bevorstehende Festessen dürften sehr gefragt sein.

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