Der Rhein-Ruhr-Express nutzt den Pendlern und der Umwelt. Verkehrsminister Groschek (SPD): Er ist ein Tempomacher für NRW.

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Die geplanten RRX-Linien.

Die geplanten RRX-Linien.

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Die geplanten RRX-Linien.

Düsseldorf. Dass der dringend benötigte Rhein-Ruhr-Express (RRX) von großem Nutzen sein wird, hat NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) jetzt auch schriftlich. Eine Studie, die der Politikeram Mittwoch mit viel Getöse im Düsseldorfer Rheinturm vorstellte, bescheinigt dem Projekt, den Regionalverkehr in NRW auf eine Stufe zu heben. Die Untersuchung stammt vom Kölner Fachbüro SCI Verkehr.

Bis die Pendler nachhaltig entlastet werden, dauert es allerdings noch einige Zeit. Nicht vor 2019 werden die ersten RRX-Züge rollen. Im Kern geht es um eine schnellere Bahnverbindung zwischen Köln und Dortmund. Laut Groschek fließen Investitionen in Höhe von rund 3,45 Milliarden Euro. Den Löwenanteil übernimmt mit 2,5 Milliarden Euro der Bund. Mit dem Geld werden unter anderem zwei weitere Gleise zwischen Düsseldorf und Duisburg gebaut. Da es sich um ein neues Projekt handelt, gelten für die Anwohner die höchsten Standards bei der Lärmvorsorge. Mit Blick auf mögliche Engpässe beim Gleisneubau in Angermund hatte der Minister vor wenigen Wochen Klartext gesprochen: „Wo kein Platz ist, wird der Platz geschaffen.“

Bis alle sechs RRX-Linien voll in Betrieb sind, werden vermutlich noch 15 Jahre vergehen. Die 82 Züge stammen aus den Siemens-Werken in Krefeld und Wien. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr den Auftrag erhalten, die Züge zu bauen und 32 Jahre zu warten. Gesamtwert des Auftrags: mehr als 1,7 Milliarden Euro.

In den Städten mit RRX-Halt leben laut der Studie rund acht Millionen Einwohner – das sind 45 Prozent der Bevölkerung in NRW. Sie könnten künftig schneller, komfortabler und zuverlässiger das Angebot auf der Schiene nutzen. Der niveaugleiche Ein- und Ausgleich erleichtere die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen bei der Mobilität. „Das Projekt verbessert die Lebensqualität der Leute im Land. Der RRX ist Tempomacher für NRW“, so Groschek.

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