Nach eigenen Angaben schätzt EZB-Chef Mario Draghi die Gefahr von Rückschlagen in der Eurozone als hoch ein. Foto: Arne Dedert
Nach eigenen Angaben schätzt EZB-Chef Mario Draghi die Gefahr von Rückschlagen in der Eurozone als hoch ein. Foto: Arne Dedert

Nach eigenen Angaben schätzt EZB-Chef Mario Draghi die Gefahr von Rückschlagen in der Eurozone als hoch ein. Foto: Arne Dedert

dpa

Nach eigenen Angaben schätzt EZB-Chef Mario Draghi die Gefahr von Rückschlagen in der Eurozone als hoch ein. Foto: Arne Dedert

Zürich (dpa) - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat trotz erster Hinweise auf eine konjunkturelle Erholung in der Eurozone vor zu viel Optimismus gewarnt.

«Der Aufschwung ist noch schwach und ungleich verteilt», warnte der Notenbankchef in einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung» (Donnerstag). Unter dem Strich schätzte er die Gefahr von Rückschlagen als hoch ein. «Ich wäre sehr vorsichtig mit allzu optimistischen Prognosen», sagte Draghi.

Es gebe gleichzeitig aber auch Anlass zur Zuversicht: «Das Wachstum wird nicht mehr allein von den Exporten getrieben, sondern allmählich auch von der Binnennachfrage», sagte Draghi weiter.

Trotz der zuletzt geringen Teuerung in der Eurozone sieht Draghi nach wie vor keine Gefahren bei der Preisentwicklung: «Was wir glücklicherweise nicht sehen, ist Deflationsgefahr», sagte Draghi und schloss damit vorerst eine gefährliche Spirale von sinkenden Preisen und einer sich abschwächenden Konjunktur aus. «Die Risiken von Deflation und Inflation sind begrenzt», versicherte der Notenbankchef.

Auf dem Weg hin zu mehr Wachstum dürfen die Staaten der Eurozone aber keine Abstriche bei der Sanierung der Staatshaushalte machen, forderte Draghi und bekräftigte damit frühere Aussagen. Allerdings sollen die Regierungen die Konsolidierung «wachstumsfreundlich gestalten». Konkret regte der Notenbankchef weniger Steuern und laufende Ausgaben an, dafür mehr Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

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