USA nominieren Jim Yong Kim als Weltbank-Chef

Washington (dpa) - Die USA haben den Universitätspräsidenten Jim Yong Kim als neuen Chef der Weltbank nominiert. Der 52 Jahre alte Amerikaner soll die Führung der Entwicklungshilfe-Organisation von Robert Zoellick übernehmen, dessen Amtszeit am 30. Juni endet. Er könne sich keinen besser qualifizierten Kandidaten für den Posten vorstellen, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Der gebürtige Südkoreaner und Sohn von Einwanderern leitet derzeit das renommierte Dartmouth College im Staat New Hampshire. In seiner Karriere war der studierte Mediziner unter anderem Direktor der Aids- und HIV-Abteilung bei der Weltgesundheitsorganisation.

Euro-Finanzchefs nähern sich Kompromiss zu Rettungsschirmen

Brüssel (dpa) - Nach monatelangem Tauziehen zeichnet sich eine Lösung bei der Aufstockung der europäischen Rettungssschirme für klamme Eurostaaten ab. Wie Diplomaten in Brüssel berichteten, werde eine Entscheidung der Euro-Finanzminister dazu am Freitag nächster Woche (30.3) in Kopenhagen erwartet. Die obersten Kassenhüter kommen dort zu einem als informell bezeichneten Treffen zusammen. Deutschland hatte in der Debatte lange auf die Bremse getreten, zeigt sich aber inzwischen kompromissbereit. Die Euroländer stehen unter Druck internationaler Partner wie der USA, die Schutzwälle gegen die gefährliche Schuldenkrise zu verstärken. Partner der

GM erhöht den Druck: Wieder Opel-Werke auf der Kippe

Frankfurt/Main (dpa) - Die Mitarbeiter von Opel müssen sich erneut auf tiefe Einschnitte gefasst machen. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) will hart durchgreifen und Kosten senken, um die defizitäre Tochter aus den roten Zahlen zu führen. Dabei stünden auch zwei Werke auf der Kippe, berichtete das «Wall Street Journal»: Die Standorte Bochum und Ellesmere Port in England. Auch ein erneuter Lohnverzicht und der Wegfall von Zuschlägen werden nach Medienberichten diskutiert. Wie in Arbeitnehmerkreisen zu hören ist, spüren die Mitarbeiter den Druck von allen Seiten, die Angst vor Stellenstreichungen gehe um.

Sprudelnde Unternehmensgewinne treiben Dax-Gehälter auf Rekord

Frankfurt/Main (dpa) - Sprudelnde Unternehmensgewinne haben die Gehälter der Dax-Bosse im vergangenen Jahr auf Rekordniveau getrieben. Im Schnitt kassierten die Chefs mit knapp fünf Millionen Euro rund acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist der höchste Wert seit 2006, wie die Frankfurter Unternehmensberatung Hostettler, Kramarsch & Partner (hkp) anhand von Daten der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex errechnet hat. Spitzenverdiener ist Volkswagen-Lenker Martin Winterkorn, der inklusive einer Nachzahlung für das Vorjahr nach VW-Angaben auf rund 17,5 Millionen Euro kommt.

Evonik nimmt Vorbereitungen für Börsengang wieder auf

Essen/Berlin (dpa) - Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik kann seine Vorbereitungen für einen Börsengang wieder aufnehmen. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Kuratorium des Evonik-Haupteigentümers RAG-Stiftung (74,99 Prozent) am Freitag bei einer Sitzung in Berlin. Evonik sei gut in das Jahr gestartet, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und die Entwicklung der Kapitalmärkte verlaufe positiv, hieß es zur Begründung. Evonik hatte den Börsengang bereits zweimal wegen der unruhigen Märkte verschoben, die Vorbereitungen dafür sind aber laut Unternehmen weit gediehen.

Schlecker-Tochter IhrPlatz entlässt weniger Mitarbeiter als geplant

Osnabrück (dpa) - Die insolvente Schlecker-Tochter IhrPlatz wird weniger Mitarbeiter abbauen und weniger Märkte schließen als zunächst geplant. Das Konzept sehe vor, 650 der insgesamt 5350 Arbeitsplätze zu streichen - ursprünglich war von 900 die Rede. 122 der bislang 612 Drogeriemärkte sollen am 7. April endgültig geschlossen werden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider am Freitag in Osnabrück mit. Zuvor war die Zahl von 142 Filialen genannt worden, die geschlossen werden sollen.

Dax weitet Vortagesminus aus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag seine deutlichen Vortagesverluste ausgeweitet. Am Nachmittag sank er dann um 0,48 Prozent auf 6948 Punkte. Auf Wochensicht steuerte er damit auf ein Minus von fast 3 Prozent zu. Der MDax gab zuletzt um minimale 0,01 Prozent nach auf 10 572 Punkte. Für den TecDax aber ging es um 0,69 Prozent nach oben auf 783 Punkte. Der Kurs des Euro legte im Vergleich zum Vortag zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3242 (1,3167) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7552 (0,7595) Euro.

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