Bundesnetzagentur rechnet mir kräftigem Anstieg der Strompreise

Bonn (dpa) - Stromverbraucher müssen sich wegen der Energiewende auf spürbare Preiserhöhungen einstellen. Hochrechnungen der Bundesnetzagentur ergeben, dass sich Haushaltsstrom in den kommenden Jahren allein durch höhere Netzentgelte um fünf bis sieben Prozent verteuern wird. Hintergrund ist der durch mehr alternative Energien notwendige Ausbau der Stromnetze. Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag). Der Zeitung lag ein Bericht der Netzagentur für ihren politischen Beirat vor, der am Montag in Berlin tagte.

Apple zahlt erstmals seit 1995 Dividende - Auch Aktienrückkauf

Cupertino (dpa) - Die Apple-Aktionäre werden erstmals seit 1995 wieder eine Dividende bekommen. Die Auszahlung wurde auf 2,65 Dollar pro Aktie im Quartal angesetzt. Zudem will der iPhone- und iPad-Hersteller eigene Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar zurückkaufen. Insgesamt sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Apple saß zuletzt auf einem Geldberg von knapp 100 Milliarden Dollar. Apple hatte in den 90er Jahren die Dividendenzahlungen eingestellt, als das Unternehmen am Abgrund stand. Apple häufte inzwischen aber Geldreserven von 97,6 Milliarden Dollar an.

EU-Kommission will schärfere Kontrolle von Schattenbanken

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will sogenannte Schattenbanken stärker kontrollieren - und damit das gesamte Finanzsystem sicherer machen. Solche Unternehmen - zum Beispiel Geldmarktfonds, Hedgefonds oder Zweckgesellschaften - könnten langfristig die Stabilität des Finanzsystems bedrohen, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Montag in Brüssel. Der Kommissar plant Anfang 2013 einen Gesetzesvorschlag. Barnier denkt laut darüber nach, den Banken Grenzen für die Auslagerung von Geschäften in Schattenbanken zu setzen, den Aufsehern mehr Rechte zu geben und striktere Regeln aufzustellen.

Zeil skeptisch bei staatlichen Finanzhilfen für Schlecker

München (dpa) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sieht die vom Bund geforderten staatlichen Finanzhilfen für die insolvente Drogeriekette Schlecker skeptisch. «Um qualifizierte Aussagen über staatliche Finanzierungshilfen treffen zu können, müsste zunächst Klarheit darüber herrschen, wie es mit dem Unternehmen weitergehen soll», erklärte Zeil am Montag in München. «Hierzu muss ein Investor ein schlüssiges Übernahme- und Fortführungskonzept vorstellen und ein entsprechendes Finanzierungskonzept präsentieren.»

US-Paketkonzern UPS will TNT-Express für 5,2 Milliarden Euro kaufen

Atlanta/Hoofddorp (dpa) - Milliardendeal in der Logistik: Der US-Paketdienst UPS will den niederländischen Rivalen TNT Express für rund 5,2 Milliarden Euro übernehmen. Die Amerikaner wollen mit dem Großzukauf in Europa kräftig expandieren und vor allem der Deutschen Post DHL bei dem Geschäft mit eiligen Sendungen Konkurrenz machen. TNT Express und DHL dominieren dieses Geschäft in Europa. Die Übernahme-Offerte liegt bei 9,50 Euro je Aktie oder insgesamt 5,16 Milliarden Euro, wie UPS und TNT Express am Montag gemeinsam mitteilten. Die TNT-Führung unterstützte das Angebot, nachdem sie zuvor eine erste, niedrigere Offerte noch abgelehnt hatte.

Daimler darf Sperrminorität an Lkw-Bauer Kamaz übernehmen

Moskau/Stuttgart (dpa) - Fortschritt bei Daimlers Truck-Allianz auf dem wichtigen Wachstumsmarkt Russland: Der Autobauer darf seinen Anteil am russischen Lastwagen-Bauer Kamaz wie gewünscht entscheidend erhöhen. Das Kartellamt in Moskau genehmigte den Schwaben, die derzeit 15 Prozent der Anteile kontrollieren, ihr Paket auf eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie auszuweiten. Das teilte die Behörde nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Verluste im Dax nach acht Gewinntagen in Folge

Frankfurt/Main (dpa) - Gewinnmitnahmen haben den Dax am Montag bei nur sehr dünnen Umsätzen ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor bis zum Nachmittag 0,30 Prozent auf 7136,59 Punkte, konnte dabei aber einen Teil seiner zuvor erlittenen Verluste wettmachen. Der MDax gab zum Wochenauftakt 0,25 Prozent auf 10 722,71 Punkte ab, während es der TecDax nach schwächerem Start mit 0,55 Prozent auf 795,16 Punkte ins Plus schaffte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3150 (1,3116) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7605 (0,7624) Euro.

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