Bangen vor S&P-Entscheidung: Euroländern droht Abstufung

Frankfurt/Main (dpa) - Zahlreiche Euroländer müssen die Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit fürchten. An diesem Freitag könnte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ihre Entscheidung verkünden, welche der 15 gefährdeten Staaten sie abwertet. Auf der Beobachtungsliste, die S&P im Dezember aufgestellt hatte, stehen auch Deutschland und Frankreich. Vor allem die französische Topbonität von «AAA» scheint zu wackeln.

Verhandlungen in Athen unter Hochdruck - Frisches Geld für Italien

Berlin/Athen (dpa) - Griechenland ringt mit der Finanzwirtschaft weiter um den dringend benötigten Schuldenschnitt. Derweil lässt Italiens Jubelstimmung mit dem zweiten Gang an den Kapitalmarkt schon wieder etwas nach. Zwar konnte sich Rom am Freitag knapp 5 Milliarden Euro frisches Geld beschaffen - allerdings verbesserten sich die Konditionen nicht im erhofften Ausmaß. Parallel wurde in Athen mit Hochdruck verhandelt, sagte ein Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Einzelheiten nannte er nicht. Aus Regierungskreisen hieß es, mit einem Abschluss werde nicht vor Ende nächster Woche gerechnet.

«Fiskalpakt»: Berlin und EZB pochen auf strenge Regeln

Berlin (dpa) - In der EU bahnt sich heftiger Streit um den angestrebten «Fiskalpakt» mit schärferen Haushaltsregeln an. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bundesregierung pochen auf strikte Vorgaben und warnen vor einer Aufweichung. In einem Brief an die Unterhändler der 17 Euro- und 9 weiterer EU-Staaten rügt EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen, die jüngste Vertragsversion sei eine «substanzielle Verwässerung gegenüber früheren Entwürfen». Kritisiert werden unter anderem erweiterte Ausnahmeregeln beim Defizit- und Schuldenabbau sowie abgeschwächte Kontrollen.

Bangen vor S&P-Entscheidung: Euroländern droht Abstufung

Frankfurt/Main (dpa) - Zahlreiche Euroländer müssen die Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit fürchten. An diesem Freitag könnte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ihre Entscheidung verkünden, welche der 15 gefährdeten Staaten sie abwertet. Auf der Beobachtungsliste, die S&P im Dezember aufgestellt hatte, stehen auch Deutschland und Frankreich. Vor allem die französische Topbonität von «AAA» scheint zu wackeln.

Unternehmensverbände wollen Raucherpausen abschaffen

Berlin (dpa) - Raucherpausen am Arbeitsplatz soll es nach dem Willen von Unternehmensverbänden künftig nicht mehr geben. Die Mitarbeiter sollen stattdessen Zigaretten nur noch in der Mittagspause oder nach Feierabend konsumieren dürfen. «Schluss mit dem blauen Dunst während der Arbeit», forderte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, in der «Bild»-Zeitung (Freitag). «Raucherpausen kosten die Betriebe bares Geld und stören den Arbeitsablauf.» Bei Gewerkschaften und Politikern stieß die Forderung auf harsche Kritik.

Volkswagen fährt Rekordabsatz in China ein - Abkühlung erwartet

Peking/Hannover (dpa) - Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr in China erstmals mehr als zwei Millionen Autos verkauft. Der Absatz stieg um 17,7 Prozent auf 2,26 Millionen, wie Europas größter Autobauer am Freitag in Peking berichtete. Die Aussichten auf dem größten Automarkt der Welt seien weiter gut, doch werde mit einer Abkühlung gerechnet. «Auch wenn wir schwierigere Bedingungen für die Autoindustrie erwarten, wollen wir unsere führende Marktposition behaupten», sagte China-Chef Karl Thomas Neumann.

Schäfer-Klug neuer Opel-Betriebsratschef: Kein Lohnverzicht

Rüsselsheim (dpa) - Die 40 000 Beschäftigten von Opel haben einen neuen Vorkämpfer: Der Betriebsrat am Stammsitz Rüsselsheim hat den Soziologen Wolfgang Schäfer-Klug am Freitag zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 50-jährige Darmstädter wird damit Nachfolger von «Mr. Opel» Klaus Franz, der elf Jahre lang der oberste Arbeitnehmervertreter bei dem Autobauer war. Auf Schäfer-Klug dürften schon sehr bald harte Verhandlungen mit dem Management der Opel-Mutter General Motors zukommen.

Dax nach Italien-Auktion auf dem Weg zum vierten Wochengewinn

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer erneuten Anleiheauktion in Italien ist dem Dax am Freitag die Luft ausgegangen. Er ließ bis zum Nachmittag seine frühen Aufschläge vollständig liegen und lag zuletzt knapp mit 0,07 Prozent im Minus bei 6175 Punkten. Damit steuert der Leitindex aber weiterhin auf das vierte Wochenplus in Folge zu. Der MDax gab zeitgleich um 0,55 Prozent auf 9483 Punkte nach. Der TecDax lag prozentual verändert bei 722 Punkten. Der Euro dagegen gab bis zum Nachmittag bis auf 1,2729 Euro nach. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs noch auf 1,2771 (1,2736) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7830 (0,7852) Euro.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer