EU bereitet sich auf neue Unterstützung Griechenlands vor =

Straßburg (dpa) - Die EU bereitet sich auf eine zusätzliche Unterstützung von Schuldensünder Griechenland vor. Entscheidungen sollten in einigen Wochen gefällt werden, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag in Straßburg. Erst müssten Ergebnisse einer Überprüfungsmission von EU und Internationalem Währungsfonds in Athen vorliegen, die den Finanzbedarf für 2012 klären sollen. Zum Umfang möglicher zusätzlicher Hilfen äußerte sich der Finne nicht. Laut unbestätigten Spekulationen ist von 30 bis 60 Milliarden Euro die Rede. Griechenland bekam von den Europartnern und dem IWF vor einem Jahr 110 Milliarden Euro zugesagt - es gibt aber Zweifel, ob das Land wie geplant im kommenden Jahr wieder an die Kapitalmärkte zurückkehren kann.

Microsoft kauft Skype - Größter Zukauf im Internet-Geschäft =

New York/Berlin (dpa) - Microsoft kauft für 8,5 Milliarden Dollar den populären Telefondienst Skype für Gespräche im Internet. Der Windows-Konzern zahlt 8,5 Milliarden Dollar in bar - drastisch mehr als frühere Besitzer für Skype gezahlt haben. Der Konzern will damit seine Position im Internet-Geschäft und Mobilfunk gegen die erfolgreichen Rivalen Apple und Google verbessern. Microsoft will Skype mit seinen bestehenden Produkten rundum vernetzen: Von der Spielkonsole Xbox über das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone bis hin zum E-Mail-Programm Outlook.

Datendiebstahl an Geldautomaten nimmt drastisch zu =

Berlin (dpa) - Der Datenklau an Geldautomaten hat drastisch zugenommen. Allein bei EC-Karten verursachten Betrüger im vergangenen Jahr in Deutschland einen Schaden von schätzungsweise 60 Millionen Euro. Das waren 20 Millionen Euro mehr als noch 2009, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Zahl der registrierten Angriffe auf Geldautomaten stieg um mehr als die Hälfte auf 3183 Fälle. Nach Angaben von BKA-Präsident Jörg Ziercke wurden etwa 190 000 Kartenkunden Opfer von sogenannten Skimming-Delikten. Dabei manipulieren Kriminelle Geldautomaten, um an die Kartendaten auf den Magnetstreifen und die Geheimzahl zu kommen.

Ölpreise sinken =

New York/London/Wien (dpa) - Die Ölpreise sind am Dienstag spürbar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 114,81 Dollar und damit 1,09 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,49 Dollar auf 101,06 Dollar. Grund waren vor allem höhere Sicherheitsleistungen für Rohölkontrakte an der Rohstoffbörse in Chicago (CME). Diese Zahlungen müssen Anleger als Sicherheit hinterlegen, wenn sie Öl auf Termin kaufen wollen.

Marke VW setzt Erfolgsserie fort - Kräftiges Absatzplus =

Wolfsburg (dpa) - Die Marke Volkswagen fährt weiter auf Erfolgskurs. Im April lieferte Europas größter Autobauer 429 000 Fahrzeuge seiner Kernmarke aus, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 13,6 Prozent. «Die Auslieferungen der Marke Volkswagen Pkw entwickeln sich weiterhin erfreulich», sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. Nach vier Monaten im laufenden Jahr hat Volkswagen insgesamt 1,66 Millionen Golf, Polo, Passat und Co. abgesetzt - ein Zuwachs von 11,2 Prozent. Auf dem größten Einzelmarkt China legte der Absatz um 17 Prozent auf 578 200 Wagen Einheiten zu. In Nordamerika verkaufte VW mit 149 499 Fahrzeugen 17,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Europa verläuft die Erholung dagegen noch schleppend.

Autoversicherungen könnten teurer werden =

München/Coburg (dpa) - Autofahrer müssen sich nach einem jahrelangen Preiskampf auf höhere Kosten für Kfz-Versicherungen einstellen. Es gebe in dem Markt keinen Spielraum mehr für Preissenkungen, sagte der Vorstandssprecher der Huk Coburg, Wolfgang Weiler, am Dienstag in München. «Das liegt in erster Linie am Schadenverlauf, der sich deutlich verschlechtert hat.» Die Huk Coburg ist nach Anzahl der Verträge der größte Autoversicherer in Deutschland. In der Branche tobt seit Jahren ein heftiger Preiskampf, unter dem die Versicherungen leiden, weil sie an den Policen immer weniger Geld verdienen.

Deutschland-Tourismus im Aufwind =

Wiesbaden (dpa) - Der Deutschland-Tourismus ist im Aufwind: In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten Hotels und Pensionen 66,5 Millionen Gästeübernachtungen, drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom Dienstag entfielen davon 55,3 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (plus zwei Prozent) und 11,2 Millionen auf Reisende aus dem Ausland (plus neun Prozent). Im März 2011 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 25,2 Millionen Gästeübernachtungen - ebenfalls ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Statistik erfasst Beherbergungsbetriebe mit mindestens neun Betten.

Wachsender Paketversand beflügelt Deutsche Post =

Bonn (dpa) - Das boomende Paket- und Frachtgeschäft hat die Deutsche Post zum Jahresstart überraschend stark beflügelt. Getrieben von den DHL-Sparten kletterte der Umsatz im ersten Quartal um sieben Prozent auf 12,8 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Bonn mitteilte. Der operative Gewinn (EBIT) legte um 23 Prozent auf 629 Millionen Euro zu und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Branchenexperten. Unter dem Strich musste die Post nach dem Ausnahmegewinn ein Jahr zuvor zwar einen Gewinnrückgang um 81 Prozent auf 325 Millionen Euro ausweisen. Dies lag jedoch ausschließlich an Bilanzierungseffekten im Zusammenhang mit dem Postbank-Verkauf, der den Überschuss Anfang 2010 auf 1,75 Milliarden Euro aufgebläht hatte.

Dax legt zu =

Frankfurt/Main (dpa) - Gestützt auf positive Quartalsberichte und nachlassende Sorgen um die griechische Schuldenkrise ist der Dax am Dienstag wieder über die Marke von 7500 Punkten zurückgekehrt. Der deutsche Leitindex kletterte am Nachmittag um 1,38 Prozent auf 7512 Punkte. Der MDax gewann 0,97 Prozent auf 10 817 Punkte und der TecDax stieg um 0,34 Prozent auf 931 Punkte. Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,91 (Montag: 2,93) Prozent. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,4358 (1,4397) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6965 (0,6946) Euro.

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