Urlaubslust steigt wieder - Deutschland bleibt «Reiseweltmeister»

Stuttgart (dpa) - Die Urlaubslust der Deutschen steigt nach der Krise wieder an. Gut gefüllte Reisekassen geben der Tourismusbranche weiteren Aufwind, sagte Touristik-Experte Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) am Freitag im Vorfeld der Reisemesse CMT (15.-23. Januar) in Stuttgart. Laut einer FUR-Umfrage unter rund 2000 Deutschen wollen 23 Prozent 2011 mehr Urlaub machen als im Vorjahr, nur 17 Prozent planen weniger Reisen ein. In den Vorjahren hielten sich die Werte in etwa die Waage. Wegen knapper Kassen wollten 2011 nur noch 23 Prozent der Befragten ganz auf Urlaub verzichten, im Vorjahr seien es 27 Prozent gewesen, sagte Lohmann. «Deutschland bleibt Reiseweltmeister.»

Teurer Sprit: Inflationsrate 2010 gestiegen

Wiesbaden/Luxemburg (dpa) - Höhere Preise für Sprit, Heizöl und Tabak haben die Teuerung in Deutschland 2010 wieder etwas angeheizt. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit und bestätigte damit erste Schätzungen. Damit blieb die Inflation in Deutschland moderat. Im Euro-Raum schlugen die höheren Energiepreise deutlicher auf die Verbraucherpreise durch. Sie erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 um 1,6 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag nach Schätzungen berichtete.

Berlin bekräftigt: Jetzt kein größerer Euro-Fonds nötig

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise setzt Deutschland auf eine Gesamtlösung und schließt eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirm zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiter aus. Berlin lotet Wege aus, um den 750-Milliarden-Notfonds schlagkräftiger zu machen. Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde hingegen hält eine Aufstockung nach Medienberichten durchaus für eine Option. Der Chef des Fonds, Klaus Regling, warnt vor überhasteten Beschlüssen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Freitag in Berlin. «Die Ausstattung des Fonds ist zur Zeit absolut ausreichend.»

Auto-Weltmarkt zieht 2010 kräftig an

Berlin/Brüssel (dpa) - Das Geschäft mit Autos boomt weltweit - nur Europa schwächelt noch: Der Boom vor allem in Asien hat 2010 zu einem kräftigen Zuwachs beim weltweiten Autoabsatz geführt. Rund 61,7 Millionen Autos wurden verkauft. Das war im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ein Plus von 12 Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Berlin mitteilte. In Europa ging die Zahl der Neuzulassungen im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 13,36 Millionen Fahrzeuge zurück, wie der europäische Branchenverband ACEA berichtete.

Trotz Krise und Russland: Rekordgewinn für Ikea

Stockholm/Hofheim-Wallau (dpa) - Die schwedische Möbelkette Ikea hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz anhaltender Krisenfolgen und massiven Problemen in Russland wieder einen Rekordgewinn eingefahren. Wie das Unternehmen am Freitag in Helsingborg mitteilte, stieg der Nettogewinn 2009/2010 (31. August) um 6,1 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Verluste in Russland belasteten das Ergebnis mit umgerechnet 670 Millionen Euro. Deutschland war mit 46 von weltweit 280 Ikea- Häusern und dem höchsten Umsatz weiterhin der wichtigste Markt für die Schweden-Kette.

SAP setzt auf Elektroautos

Walldorf (dpa) - Der Softwarekonzern SAP setzt auf Elektroautos. Das Unternehmen will damit nicht nur seine Emissionen verringern, sondern auch neue Märkte erschließen. SAP entwickelt dabei die Software für das Management von Elektrofahrzeugflotten. «Das ist ein Riesenmarkt für SAP», sagte Co-Konzernchef Jim Hagemann Snabe am Freitag bei der Vorstellung des Forschungsprojekts. SAP erprobt zunächst den Einsatz von rund 30 Elektroautos als Dienstwagen. Diese werden ausschließlich mit Ökostrom betrieben.

Deutscher Aktienmarkt gibt nach - Thyssen und Daimler im Fokus =

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag Verluste verzeichnet. Händler Thomas Stengl von der Postbank sprach von moderaten Gewinnmitnahmen und einer Festigung des Marktes auf hohem Niveau. Bis zum Nachmittag fiel der deutsche Leitindex Dax um 0,60 Prozent auf 7032 Punkte. Der MDax verlor 0,61 Prozent auf 10 230 Punkte, der TecDax gab um 0,76 Prozent nach auf 874 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,69 (Vortag: 2,64) Prozent. Der Bund Future stieg um 0,13 Prozent auf 124,80 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3349 (Donnerstag: 1,3199) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7576) Euro.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer