Heizen wird teurer - für 2010 drohen Nachzahlungen

Berlin/Eschborn (dpa) - Der kalte Winter treibt die Heizkosten nach oben: Mietern und Wohnungseigentümern drohen für 2010 Nachzahlungen an ihre Gasversorger. Noch höher fallen die Ausgaben für Ölheizungen aus. Haushalte mit Gasversorgung müssten für 2010 mit Mehrkosten von rund 4,5 Prozent rechnen, obwohl sich die Gaspreise in der Summe kaum bewegt hätten, teilte das Verbraucherportal toptarif.de am Donnerstag mit. Gründe seien der frostige Start ins Jahr sowie der ungewöhnlich kalte Dezember. Die Steigerungen träfen besonders Haushalte mit Ölheizung, weil dort auch die Preise in die Höhe schnellten, teilte das auf die Erfassung von Energieverbrauch spezialisierte Unternehmen Techem mit. Demnach kommen auf die Bundesbürger für 2010 bei der Heizkostenabrechnung ihrer Ölheizung um 30 bis 50 Prozent höhere Ausgaben zu.

VW und Daimler vor Milliardenverträgen mit China - Li in Berlin

Berlin (dpa) - Das boomende China will milliardenschwere Aufträge an deutsche Konzerne vergeben. Beim Deutschland-Besuch von Vize- Premierminister Li Keqiang wollen allein die Autobauer Volkswagen und Daimler an diesem Freitag Verträge im Milliardenumfang unterzeichnen. Insgesamt gehe es um Abkommen im Wert von etwa fünf bis sechs Milliarden US-Dollar, hieß es in Regierungskreisen. Auch der Chemie- Konzern BASF hofft darauf, sein China-Geschäft ausbauen zu können. Daneben wollen Mittelständler zum Zug kommen, unter anderem der Textilmaschinenhersteller Oerlikon Neumag. Am Donnerstagabend wollte Li in Berlin mit Topmanagern von deutschen DAX-Konzernen und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zusammentreffen.

Auftragsboom für Industrie im November

Berlin (dpa) - Die deutsche Industrie erlebt einen wahren Auftragsboom: Im November legten die Auftragseingänge im Vergleich zum Vormonat preis- und saisonbereinigt unerwartet stark um 5,2 Prozent zu, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag laut vorläufigen Berechnungen mit. Von der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX befragte Experten hatten im Durchschnitt nur mit einem leichten Anstieg um 0,7 Prozent für November gerechnet. Im Vormonat hatte die Industrie ein Auftragsplus von 1,6 Prozent verzeichnet. Im Jahresvergleich ergibt sich für November ein bereinigtes Auftragsplus von 20,6 Prozent. «Die Industrie startet mit guter Auftragslage ins neue Jahr», kommentierte das Ministerium die Daten.

Milliardenauftrag für Airbus

Paris (dpa) - Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines kauft bei Airbus sechs Exemplare des weltgrößten Verkehrsjets A380. Der Auftrag hat nach Listenpreis einen Wert von knapp 2,1 Milliarden Dollar. Der Beginn der Auslieferungen sei für 2014 geplant, teilte der europäische Flugzeugbauer am Donnerstag in Toulouse mit. Asiana Airlines will die A380 auf wichtigen Stammstrecken nach Europa und in die USA einsetzen. Die doppelstöckige Maschine bietet in in einer typischen Dreiklassenbestuhlung 525 Passagieren Platz und kann 15 300 Kilometer ohne Zwischenlandung zurücklegen. Mit welchen Triebwerken Asiana Airlines ihre A380 ausstatten lässt, ist nach Angaben von Airbus noch unklar.

Boeing bringt weniger große Flieger in die Luft

Chicago (dpa) - Die Spätfolgen der Wirtschaftskrise lasten auf Boeing. Im vierten Quartal 2010 hat der Airbus-Rivale lediglich 116 Verkehrsmaschinen ausgeliefert im Vergleich zu 122 im Vorjahreszeitraum. Vor allem der Langstreckenflieger 777 verkaufte sich schlechter. Vom doppelstöckigen Jumbojet 747 verließ kein einziger die Werkshallen. Hier warten die Fluggesellschaften auf eine modernisierte Variante. Besser als im Vorjahr lief dagegen der kleine Typ 737. Im Gesamtjahr ergibt sich das gleiche Bild: Die Auslieferungen schrumpften von 481 auf 462. In der Wirtschaftskrise, als die Passagiere ausblieben, hatten viele Fluggesellschaften ihre Bestellungen geschoben oder ganz storniert.

Nächstes Windows soll für alle Plattformen fit sein

Las Vegas (dpa) - Microsoft macht sein Betriebssystem Windows fit für künftige mobile Geräte. Die nächste Version des Betriebssystems werde auf verschiedenen Plattformen voll funktionstüchtig sein, darunter auch auf Chipsystemen (System on a Chip) des Herstellers ARM, kündigte Microsoft-Manager Steven Sinofski am Mittwoch vor Beginn der Consumer Electronics Show in Las Vegas an. Diese Prozessoren werden derzeit vor allem in Smartphones wie dem iPhone und anderen besonders kleinen mobilen Geräten eingesetzt. Bislang läuft Windows im vollen Leistungsumfang in der Regel nur auf entsprechend ausgestatteten Desktop-PCs oder Laptops. Für Geräte wie Smartphones oder kleine Tablet-Rechner war in der Regel das abgespeckte Betriebssystem Windows CE vorgesehen.

Dax nach zwei Verlusttagen wieder im Plus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag nach zwei Verlusttagen in Folge wieder an seinen positiven Jahresauftakt angeknüpft. Der deutsche Leitindex stieg um 1,10 Prozent auf 7016 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,83 Prozent auf 10 139 Punkte. Für den TecDax ging es um 1,05 Prozent auf 872 Punkte hinauf und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2008. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,60 (Vortag: 2,49) Prozent. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3091 (1,3213) US- Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7639 (0,7568) Euro.

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