Vermögen von Ex-BayernLB-Vorstand im Visier der Staatsanwälte

München (dpa) - Neue Turbulenzen bei der krisengebeutelten BayernLB: Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft die Herkunft des Vermögens eines früheren Vorstandsmitglieds. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Montag). Demnach soll der frühere Risiko- Vorstand der Landesbank, Gerhard Gribkowsky, in seiner Amtszeit 50 Millionen US-Dollar aus Mauritius und der Karibik erhalten und in einer österreichischen Privatstiftung angelegt haben. Das bayerische Finanzministerium verlangte von der Landesbank umgehend eigene Ermittlungen, um die Herkunft des Vermögens zu ergründen.

Arbeitskräftenachfrage legt zum Jahresende kräftig zu

Nürnberg (dpa) - Die Arbeitskräftenachfrage der deutschen Wirtschaft hat zum Jahresende 2010 noch einmal kräftig zugelegt. Die Zahl der offenen Stellen sei inzwischen so hoch wie zuletzt vor mehr als drei Jahren, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag bei der Veröffentlichung ihres Beschäftigungsindexes (BA-X) mit. Damit suchten die Unternehmen inzwischen wieder deutlich mehr Mitarbeiter als zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Herbst 2008. Das Maximum des letzten Aufschwungs sei aber noch nicht erreicht, betonte die Bundesagentur.

Zehntausende Tote und Milliardenschäden durch Naturkatastrophen

München (dpa) - Verheerende Naturkatastrophen wie die Erdbeben in Haiti und Chile haben im vergangenen Jahr zehntausende Menschenleben gefordert und Milliardenschäden angerichtet. Weltweit wurden 950 Naturkatastrophen registriert, das war die zweithöchste Zahl seit 1980, wie der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Montag in München mitteilte. 295 000 Menschen verloren weltweit ihr Leben. Die wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen summierten sich im vergangenen Jahr auf 130 Milliarden Dollar, davon waren etwa 37 Milliarden Dollar versichert.

Facebook ist 50 Milliarden Dollar wert

New York/Berlin (dpa) - In nur sechs Jahren ist Facebook zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt geworden. Die Online-Plattform wird laut einem Bericht der «New York Times» nun auf 50 Milliarden Dollar taxiert. Damit ist sie auf Augenhöhe mit global agierenden Konzernen wie Walt Disney, Honda und der Royal Bank of Scotland. Die Bewertung beruht auf einer neuen Investitionsrunde in das nicht börsennotierte Unternehmen. Die US-Bank Goldman Sachs bringe 450 Millionen Dollar ein, die russische Investmentfirma Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) weitere 50 Millionen, schrieb die «New York Times» unter Berufung auf eingeweihte Personen.

China will EU-Schuldner Spanien helfen

Madrid/Peking (dpa) - China hat dem schuldengeplagten Spanien seine Unterstützung zugesagt. Peking sei bereit, alle denkbaren Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu prüfen, schrieb der chinesische Vize-Ministerpräsident Li Keqiang vor einem Spanien- Besuch in einem Beitrag für die Zeitung «El País» (Montag). China bewerte die Reformpläne der Madrider Regierung positiv und werde deshalb auch weiterhin in spanische Staatsanleihen investieren. «Wir haben Vertrauen in Spaniens Finanzmarkt», betonte Li, der an diesem Dienstag in Madrid erwartet wird.

Dax startet mit Gewinnen ins neue Jahr

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Montag mit Gewinnen in das neue Jahr gestartet. Der deutsche Leitindex stieg um 1,20 Prozent auf 6997 Punkte, nachdem er 2010 insgesamt um 16 Prozent zugelegt hatte. Der MDax rückte am Montag um 0,69 Prozent auf 10 198 Punkte vor und stand damit so hoch wie zuletzt im November 2007. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,02 Prozent auf 859 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,55 (Donnerstag: 2,51) Prozent. Der Bund Future gewann minimale 0,02 Prozent auf 125,34 Punkte. Der Referenzkurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3348 (Freitag: 1,3362) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7492 (0,7484) Euro.

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