Erste Privatbanken erhöhen Automatengebühr für Fremdkunden

Frankfurt/Main (dpa) - Geldabheben an fremden Bankautomaten wird für Verbraucher teilweise teurer. Die Deutsche Bank, ihre Tochter Postbank und die Commerzbank haben die Vereinbarung der Privatbanken über die Gebührenhöchstgrenze von 1,95 Euro gekündigt. «Wir können angesichts steigender Kosten auf Dauer keinen Preis unter dem Niveau von Sparkassen und Volksbanken verlangen», sagte ein Commerzbanksprecher am Mittwoch. Die Commerzbank will künftig 3,90 Euro von Fremdkunden verlangen. Die Preisspanne für Fremdabhebungen bei Sparkassen liegt im Schnitt bei etwa 4 bis 4,50 Euro. Die Deutsche Bank kündigte die Vereinbarung. Eine Entscheidung über die Höhe der Gebühr sei noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher.

Starke Kursrutsche an Chinas Börsen - Peking verkündet neue Hilfe

Shanghai (dpa) - Die Talfahrt an den chinesischen Börsen hat sich trotz weiterer staatlicher Eingriffe noch beschleunigt. Der Aktienmarkt in Shanghai öffnete am Mittwoch um rund sieben Prozent niedriger, während die Börse in Shenzhen fast fünf Prozent tiefer lag. Alarmiert über die weiteren Kursrutsche verkündeten die Zentralbank und Aufsichtsbehörden in Peking umgehend neue Maßnahmen, um sich gegen den Abwärtstrend zu stemmen. Fast die Hälfte der Aktien wurde inzwischen vom Handel ausgesetzt. 1287 Unternehmen wurden am Mittwoch nicht mehr gehandelt. Das seien 45 Prozent der Aktien im Shanghai Composite und im Shenzhen Component Index, berichtete das «Wall Street Journal» anhand von FactSet-Daten.

Bundesbank warnt vor Risiken digitaler Bankgeschäfte

Frankfurt/Main (dpa) - Die Bundesbank fordert Deutschlands Banken auf, mehr gegen mögliche Gefahren der zunehmenden Digitalisierung sensibler Bankgeschäfte zu tun. «Die findigsten digitalen Lösungen nützen nur wenig, wenn sie gleichzeitig enormen Risiken die Tore öffnen. So haben die sogenannten Cyber-Risiken in den letzten Jahren erheblich zugenommen», sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret bei einer Tagung der Notenbank am Mittwoch in Frankfurt. «Das Bewusstsein für diese Risiken scheint mir noch nicht in allen Führungsetagen von Banken vorhanden zu sein. Hier gilt es, dringend aufzuholen und den Schutz der IT-Systeme und Kundendaten deutlich zu verbessern.»

Sicherheitsexperten: Hackergruppe greift gezielt große Unternehmen an

Berlin (dpa) - Eine hochprofessionelle Hackergruppe greift nach Erkenntnissen von IT-Experten seit Jahren gezielt große Unternehmen an. Unter den Zielen seien bereits Anfang 2013 die amerikanischen Tech-Schwergewichte Microsoft, Apple, Twitter und Facebook gewesen, berichtete die Sicherheitssoftware-Firma Symantec am Mittwoch. Insgesamt konnten die Sicherheitsforscher die Gruppe mit Angriffen auf 49 Firmen und Organisationen in Verbindung bringen. Symantec gab ihr den Namen «Morpho». Neben der Technologiebranche stünden auch Pharmaunternehmen und Anwaltsfirmen im Visier der Angreifer. Daneben seien zwei Spezialisten für Gold und Öl betroffen gewesen.

Chinesischer Investor greift nach Privatbank Hauck & Aufhäuser

Frankfurt/Main (dpa) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser soll chinesisch werden. Die Beteiligungsgesellschaft Fosun will das Frankfurter Geldhaus kaufen und hat den Eigentümern eine verbindliche Offerte über bis zu 210 Millionen Euro vorgelegt. Diese sind für das Interesse aus China dankbar, da viele Anteilseigner die Bank schon länger loswerden wollen. Der Aktionärsausschuss, in dem die Mehrheit der Eigentümer vertreten ist, habe das Gebot angenommen, teilte Hauck & Aufhäuser am Mittwoch in Frankfurt mit. Allen weiteren Aktionären werde empfohlen, ihre Anteile ebenfalls zu verkaufen.

Microsoft streicht 7800 Jobs in Handy-Sparte - Riesen-Abschreibung

Redmond (dpa) - Microsoft wird vor allem in seinem Handy-Geschäft bis zu 7800 weitere Arbeitsplätze streichen. In diesem Zusammenhang gibt es eine gewaltige Abschreibung im Volumen von bis zu 7,6 Milliarden Dollar, wie der Windows-Konzern am Mittwoch mitteilte. Microsoft hatte das Handy-Geschäft von Nokia gekauft, der erhoffte Zuwachs von Marktanteilen bei Smartphones blieb jedoch aus. Vor einem Jahr hatte der Konzern bereits den Abbau von rund 18 000 Jobs angekündigt, von dem frühere Nokia-Mitarbeiter massiv betroffen waren.

Daimler unterliegt im Streit mit SWR erneut vor Gericht

Stuttgart (dpa) - Der Autokonzern Daimler hat im Streit mit dem Südwestrundfunk (SWR) über eine Undercover-Reportage zu Niedriglöhnen erneut eine Niederlage einstecken müssen. Auch wenn bei dem Filmdreh das Hausrecht des Konzerns verletzt worden sei, rechtfertige der aufgedeckte Missstand den Eingriff in die Rechte des Unternehmens, sagte Richter Matthias Haag am Mittwoch am Stuttgarter Oberlandesgericht - und wies damit die Berufung des Konzerns gegen ein früheres Urteil des Landgerichts zurück. Der SWR hatte mit der Pressefreiheit argumentiert. Der Autokonzern bezeichnete den Beitrag dagegen als «manipulativ». In dem Verfahren ging es um den Beitrag «Hungerlohn am Fließband», bei dem ein Reporter unter falscher Identität mit versteckter Kamera in einem Daimler-Werk gedreht hatte.

Hoffnung auf Griechenland-Lösung stützt den Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch gestützt. Der Leitindex Dax kletterte bis zum Nachmittag mit 0,78 Prozent ins Plus auf 10 760,37 Punkte und auch der MDax der mittelgroßen Werte legte 0,41 Prozent auf 19 495,57 Punkte zu. Die Unsicherheit bleibt aber hoch: Sorgen über die steile Talfahrt der chinesischen Märkte bremsten die Freude. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,24 Prozent auf 1621,31 Punkte. Der Wert des Euro ist deutlich gestiegen: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1024 (1,0931) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9071 (0,9148) Euro.

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