EU-Bericht: Spielsachen aus China bergen oft Gefahren

Brüssel (dpa) - Ausgerechnet von aufblasbaren Gummi-Enten oder anderen Spielwaren gehen besonders oft Gefahren für die Gesundheit aus. Kontrolleure haben im vergangenen Jahr in Europa fast 2500 riskante Produkte aus dem Verkehr gezogen - so viele wie nie zuvor. Mehr als ein Viertel davon waren Puppen, Teddys und andere Spielsachen. Das geht aus dem Jahresbericht zum Schnellwarnsystem «Rapex» hervor, den die EU-Kommission am Montag in Brüssel vorstellte. Kinder könnten sich an den Spielsachen verletzen, ersticken oder mit giftigen Chemikalien in Kontakt kommen. Zumeist stammen die Produkte aus China (einschließlich Hongkong).

Piloten drohen weiter mit Streiks - Flugbegleiter wollen vermitteln

Frankfurt/Main (dpa) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben überraschend die Flugbegleiter einen neuen Lösungsversuch gestartet. Ihre Gewerkschaft Ufo schlug am Montag dem Unternehmen und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gemeinsame Vermittlungsgespräche vor. In dieser «Mediation» sollten formelle Prozesse zur Lösung der verschiedenen Tarifprobleme verbindlich vereinbart werden, heißt es in dem in Frankfurt veröffentlichten Appell. Ufo steckt selbst in schwierigen Tarifverhandlungen mit der Lufthansa und hat einer Teilschlichtung zu den Übergangs- und Betriebsrenten zugestimmt.

Berichte: Deutsche Bank erwägt Rückzug aus Privatkundengeschäft

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank steht Presseberichten zufolge vor tiefgreifenden Einschnitten. Der radikalste Vorschlag in der Debatte über die künftige Ausrichtung des Dax-Konzerns sehe die Abspaltung des kompletten Privatkundengeschäfts vor, berichteten mehrere Zeitungen am Montag übereinstimmend. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat am Freitag drei Modelle vorgestellt. Entschieden werden solle spätestens bis zur Hauptversammlung am 21. Mai. Die Deutsche Bank in Frankfurt kommentierte die Berichte nicht. Ein Sprecher bekräftigte lediglich, das Institut arbeite mit Nachdruck an der neuen Strategie, die im zweiten Quartal vorgestellt werden solle.

So viele Fitness-Treibende wie nie

München (dpa) - So viele Deutsche wie nie schwitzen im Fitnessstudio. Die Zahl der Mitglieder wuchs 2014 binnen Jahresfrist von rund 8,6 auf mehr als 9 Millionen, wie aus einer am Montag vom Prüf- und Beratungsunternehmen Deloitte veröffentlichten Studie hervorgeht. Insgesamt legte die Fitness- und Gesundheitsbranche um 3,3 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zu. Vor allem große Fitnessketten wie McFit und Fitness First dürften den Angaben zufolge zunehmend Marktanteile gewinnen. Für die kommenden beiden Jahre ist demnach weiter mit Zuwächsen zu rechnen - allerdings nur noch mit Wachstumsraten zwischen 1 und 2 Prozent.

Institut: Kräftige Konjunktur sorgt für Schub auf dem Arbeitsmarkt

Nürnberg (dpa) - Der wieder rund laufende Konjunkturmotor wird nach jüngsten Forscher-Prognosen in diesem Jahr aller Voraussicht nach für einen kräftigen Schub auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresschnitt um rund 110 000 auf 2,79 Millionen sinken, prognostizierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag in Nürnberg. Die IAB-Ökonomen unterstellen dabei ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent im laufenden Jahr. Bislang war die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) wegen der zunächst geringeren Wachstumsraten für 2015 lediglich von einem Rückgang um 23 000 ausgegangen. Anders als in den Vorjahren dürften von dem Konjunkturaufschwung auch Hartz-IV-Arbeitslose wieder etwas stärker profitieren.

Rekord beim deutschen Exportüberschuss - leicht revidierte Zahlen

Wiesbaden (dpa) - Deutschlands Exporteure haben im vergangenen Jahr so viele Waren ins Ausland verkauft wie nie. Allerdings fiel der Rekord geringfügig schwächer aus, als zunächst berechnet, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand revidierter Zahlen mitteilte. Demnach wurden Waren im Gesamtwert von 1133,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 916,6 Milliarden Euro importiert. Damit erzielte Deutschland einen Exportüberschuss von 216,9 Milliarden Euro und übertraf den bisherigen Höchstwert von 195,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2007 deutlich. Die Exporteure profitieren unter anderem vom schwachen Euro im Vergleich zum Dollar.

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn kräftig gewachsen

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem überraschend starken Wachstum zum Jahresende 2014 dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank auch Anfang 2015 kräftig zugelegt haben. «Auch für das zweite Vierteljahr deutet sich eine Fortsetzung der lebhaften konjunkturellen Aufwärtsbewegung an», schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für den März. Nach Überzeugung der Bundesbank steht der Aufschwung auf mehreren Füßen: «Hauptantriebskräfte sind ... die Auslandsnachfrage, der private Konsum und, in geringerem Maße, der Wohnungsbau.» Außerdem gebe es Anzeichen für eine Belebung der Investitionstätigkeit.

Chinesischer Chemiekonzern steigt bei Reifenhersteller Pirelli ein

Peking/Mailand (dpa) - Der staatliche chinesische Chemiekonzern ChemChina greift nach dem italienischen Reifenhersteller Pirelli. In einem ersten Schritt haben sich die Chinesen 26,2 Prozent der Anteile für knapp 1,9 Milliarden Euro gesichert. Dieses Paket haben sie dem Investor Camfin abgekauft, wie ChemChina am Sonntagabend in Peking mitteilte. Der Preis je Aktie habe 15 Euro betragen. Das will ChemChina jetzt auch allen anderen Pirelli-Anteilseignern bieten. Die Italiener erhoffen sich von dem neuen Großaktionär und möglichen künftigen Eigentümer einen besseren Zugang zum asiatischen Markt.

Airlines: Gebühren und Entgelte steigen zu schnell

Berlin/Frankfurt (dpa) - Die deutschen Fluggesellschaften klagen über schnell steigende Gebühren und Entgelte, die Flugtickets immer teurer machen. In diesem Jahr werde man voraussichtlich mehr als 4,7 Milliarden Euro zahlen müssen, berichtete am Montag der Verband BDF in Berlin. Die Steigerung um 270 Millionen Euro entspreche 6,2 Prozent und liege damit deutlich über der allgemeinen Preissteigerung. Im Schnitt ergebe sich pro Flug schon ohne die Luftverkehrssteuer des Bundes eine Summe von 40 Euro. Die Fluggesellschaften kritisierten auch die Flughafenbetreiber, weil diese bei der Berechnung ihrer Entgelte eine viel zu hohe Kapitalverzinsung von durchschnittlich 10,8 Prozent einrechneten.

Anleger werden vorsichtig nach Dax-Rekordjagd

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger im Dax haben am Montag nach zehn Gewinnwochen in Folge Kasse gemacht. Am Nachmittag stand das Börsenbarometer 1,26 Prozent tiefer bei 11 887,30 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte rutschte zuletzt um 1,22 Prozent auf 20 685,01 Punkte ab. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,15 Prozent auf 1633,46 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,77 Prozent nach unten. Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere fiel von 0,14 Prozent am Freitag auf 0,13 Prozent. Der Eurokurs stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0912 (Freitag: 1,0776) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9164 (0,9280) Euro.

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