Deutsche Autobauer sehen große Chancen in den USA

Detroit (dpa) - Deutschlands Autoindustrie sieht nach einem Rekordjahr 2014 weiter gute Perspektiven in den USA. «Die Zukunftsaussichten für das laufende Jahr und darüber hinaus lassen noch größere Chancen für unsere Industrie erkennen», sagte Matthias Wissmann, Präsident des Branchenverbands VDA, am Montag zum Auftakt der Autoshow in Detroit. Während politische Risiken andere Weltregionen belasteten, erwiesen sich die USA als Zentrum des Wachstums für die Branche. Der niedrige Spritpreis sei ein «Turbo» für die gesamte US-Wirtschaft. 2014 steigerten die deutschen Hersteller ihren US-Absatz um zwei Prozent auf das Rekordniveau von knapp 1,4 Millionen Fahrzeugen.

Deutsche Bank informiert im zweiten Quartal über weitere Strategie

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank will ihre überarbeitete Strategie bei einem Investorentag im zweiten Quartal 2015 vorstellen. Das geht aus einer E-Mail der Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen an die Mitarbeiter des Konzerns vom Montag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur als Kopie vorlag. Daher verschiebt sich auch der sonst übliche Termin der Jahrespressekonferenz ins zweite Quartal. Die Bilanz des Jahres 2014 will der Dax-Konzern am 29. Januar in einer Telefonkonferenz erläutern. Die im September 2012 präsentierte «Strategie 2015+» läuft in diesem Jahr aus. «Der Vorstand arbeitet intensiv an der nächsten Phase unserer Strategie», schreibt das Führungsduo.

Experten erwarten weiter nur langsames Wachstum im Euroraum

München/Paris (dpa) - In der europäischen Wirtschaft ist nach Einschätzung führender Forschungsinstitute auch in den kommenden Monaten keine durchgreifende Belebung in Sicht. Zwar werde sich das Wachstum im Euroraum geringfügig beschleunigen, es bleibe aber schwach, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Gemeinschaftsstudie des Münchner Ifo Instituts, des französischen Insee und des italienischen Istat. Für das erste und zweite Quartal erwarten die Experten jeweils 0,3 Prozent Wachstum, nach 0,2 Prozent im vierten Quartal 2014. Dabei dürften die einzelnen Länder sehr unterschiedlich abschneiden: Für Deutschland und Spanien erwarten die Experten ein robustes Wachstum, für Frankreich eine gemäßigte und für Italien eine schwache Entwicklung.

Lufthansa rechnet mit stark sinkenden Treibstoffkosten

New York (dpa) - Die Deutsche Lufthansa profitiert stark vom sinkenden Ölpreis. Die Fluggesellschaft rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Rückgang der Treibstoffkosten. Ausgehend von einem Preis von 68 Dollar je Fass der Nordseesorte Brent sowie einem Eurokurs von 1,24 Dollar sollten die Kosten für Kerosin auf 5,8 Milliarden Euro sinken. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Investorenpräsentation des Konzerns hervor. Im vergangenen Jahr dürften die Treibstoffkosten bei 6,7 Milliarden Euro gelegen haben - das wären knapp sechs Prozent weniger als 2013.

Deutsche trinken 2014 etwas mehr Bier

Berlin (dpa) - Die Deutschen haben nach einer Schätzung des Brauerbundes 2014 erstmals seit acht Jahren wieder etwas mehr Bier getrunken. Pro Kopf seien es durchschnittlich 106,9 Liter gewesen, wie der Verband am Montag in Berlin mitteilte. Das war ungefähr ein Glas mehr als 2013, als es 106,6 Liter pro Jahr waren. Die Branche führt die Steigerung auf gutes Wetter, die Fußball-Weltmeisterschaft und ein stabiles Konsumklima zurück. Insgesamt brauten die deutschen Unternehmen nach der Schätzung 95 Millionen Hektoliter Bier, etwa ein halbes Prozent mehr als 2013. Amtliche Zahlen zum Bierabsatz werden für Ende Januar erwartet.

Russland stützt Rubel mit Milliardenbeträgen

Moskau (dpa) - Im Kampf gegen den rasanten Rubelverfall hat die russische Zentralbank im vergangenen Jahr Währungsreserven in Milliardenhöhe verkauft. Insgesamt veräußerte die Notenbank 76,1 Milliarden US-Dollar (etwa 64,3 Mrd Euro) und 5,4 Milliarden Euro ihrer Devisen-Rücklagen, wie aus statistischen Daten auf der Internetseite am Montag hervorging. Mit dem Geld kaufte die Zentralbank Rubel auf, um den Wechselkurs zu stützen. Die größten Beträge investierten die Währungshüter demnach mit 27,2 Milliarden Dollar und 1,6 Milliarden Euro im Oktober, als der Ölpreis massiv fiel und damit die Talfahrt des Rubels beschleunigte.

Dax gewinnt verlorenes Terrain zurück

Frankfurt/Main (dpa) - Nach den Kursturbulenzen der vergangenen Woche hat der Dax am Montag verlorenes Terrain zurückerobert. Vor dem Hintergrund der beginnenden Berichtssaison baute der Dax bis zum Nachmittag sein Plus um 0,92 Prozent auf 9737,58 Punkte aus. In der Vorwoche hatte er nach einem holprigen Verlauf 1,2 Prozent eingebüßt. Der MDax als Index der mittelgroßen Unternehmen rückte zum Wochenstart um 0,40 Prozent auf 17 232,19 vor und nähert sich damit seinem am vergangenen Freitag erreichten Rekordhoch an. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 0,62 Prozent auf 1416,90 Punkte. Auch in Europa ging es wieder aufwärts: Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte zuletzt um 0,94 Prozent zu.

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