Schlechtes Weihnachtsgeschäft: Umsätze bei Karstadt brechen ein

Essen (dpa) - Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt hat im wichtigen Weihnachtsgeschäft deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Der Gesamtumsatz der Kette habe in den Monaten November und Dezember um sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, berichtete Finanzvorstand Miguel Müllenbach am Donnerstag in einem an die Mitarbeiter gerichteten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Darin bekräftigte der Manager gleichzeitig die Notwendigkeit einer harten Sanierung des Unternehmens. Karstadt-Chef Stephan Fanderl hatte noch im Oktober an die Beschäftigten appelliert, in den wichtigen Verkaufsmonaten vor dem Fest engagiert um die Kunden zu kämpfen.

Ravensburger übernimmt Holzeisenbahn-Hersteller Brio

Ravensburg (dpa) - Der Spielehersteller Ravensburger kauft den schwedischen Holzspielzeug-Hersteller Brio. Mit Hilfe der Übernahme wolle die süddeutsche Firma stärker im Ausland wachsen, erklärte Ravensburger-Chef Karsten Schmidt am Donnerstag in einer Mitteilung. Zudem wolle Ravensburger vom Spieleanbieter ins Spielwarengeschäft expandieren. Brio ist mit 130 Jahren fast genauso alt wie Ravensburger. Während die Oberschwaben sich allerdings bislang auf Puzzles, Spiele sowie Kinder- und Jugendbücher spezialisiert haben, konzentriert sich Brio auf Holzspielzeug. Neben den Holzeisenbahnen, die in vielen deutschen Kinderzimmern zu finden sind, stellt Brio unter anderem Nachzieh-Dackel und Bauklötze her.

IG Metall in Niedersachsen pocht auf Tarifangebot noch im Januar

Hannover (dpa) - Niedersachsens IG Metall lässt noch vor dem Start der Tarifverhandlungen Ende Januar kräftig die Muskeln spielen und droht bereits mit Warnstreiks in der Schlüsselbranche. «Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass spätestens zur zweiten Runde am 28. Januar ein Angebot auf dem Tisch liegt», sagte IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine am Donnerstag in Hannover und verwies auf die zum 29. Januar auslaufende Friedenspflicht. Gesprächsauftakt im Tarifgebiet Niedersachsen ist der 19. Januar - fünf Tage nach den bundesweit ersten Terminen. Meine kündigte an, in den parallel anlaufenden Verhandlungen im VW-Haustarif auch Druck machen zu können, obwohl die Friedenspflicht dort erst im März endet. «Unsere Kollegen sind sehr aktiv auch in Zeiten der Friedenspflicht.»

Porsche verbucht 2014 neuen Verkaufsrekord

Stuttgart (dpa) - Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche hat 2014 einen neuen Verkaufsrekord verbucht. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 189 850 Neuwagen an Kunden ausgeliefert, wie Porsche-Chef Matthias Müller am Mittwochabend vor Journalisten sagte. Das sind 17 Prozent mehr als im Jahr 2013. Porsche hat bereits im November den Verkaufsrekord aus dem Vorjahr geknackt. Damit wird klar, dass Porsche schon 2015 die ursprünglich erst in drei Jahren anvisierte Marke von 200 000 überschreiten dürfte. Vor allem in China liefen die Geschäfte 2014 gut, aber auch in den USA und auf dem europäischen Heimatmarkt legte Porsche zweistellig zu. Selbst in Russland liefen die Verkäufe gut, so der Porsche-Chef. Gegen den Rubel-Verfall habe sich der Sportwagenhersteller abgesichert.

Daimler: Kein Interesse an Toyotas Brennstoffzellen-Patenten

Las Vegas (dpa) - Daimler-Chef Dieter Zetsche hat kein Interesse an den von Toyota kostenlos angebotenen Patenten für Brennstoffzellen-Technologie. «Das ist genauso eine PR-Aktion wie das Angebot von Tesla-Chef Elon Musk bei den Batterie-Patenten», sagte Zetsche in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur bei der Technik-Messe CES in Las Vegas. «Wir sind bei der Wasserstoff-Technologie auf dem gleichen Niveau mit Toyota.» Aktuell gehe es vor allem darum, einen Systemwandel mit der Verfügbarkeit und CO2-freien Erzeugung von Wasserstoff hinzubekommen. Dafür arbeite Daimler mit Nissan und Ford zusammen. Der in Las Vegas präsentierte selbstfahrende Prototyp F015 hatte einen Brennstoffzellen-Antrieb.

Samsung mit erstem Gewinnrückgang seit drei Jahren

Seoul (dpa) - Der härtere Konkurrenzkampf bei Smartphones hat beim Weltmarktführer Samsung im vergangenen Jahr tiefe Spuren im Ergebnis hinterlassen. Für 2014 erwartet das führende südkoreanische Technologieunternehmen zum ersten Mal seit 2011 wieder einen Rückgang des operativen Gewinns. Das geht aus dem Ergebnisausblick für das Schlussquartal hervor, den der größte Hersteller von Handys, Speicherchips und TV-Geräten am Donnerstag veröffentlichte. Demnach fiel der Gewinn aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten in den Monaten Oktober bis Dezember im Jahresvergleich um 37,4 Prozent auf 5,2 Billionen Won (vier Mrd Euro). Im Gesamtjahr würde das einen Rückgang um 32 Prozent auf 24,9 Billionen Won bedeuten.

1700 Aussteller bei der weltgrößten Wassersportmesse boot

Düsseldorf (dpa) - Rund 1700 Aussteller aus 57 Länder präsentieren in diesem Jahr bei der weltgrößten Wassersportmesse boot (17. bis 25.1.) in Düsseldorf ihre Neuheiten. Nach Angaben der Veranstalter vom Donnerstag werden mehr als 100 Boots- und Jachtpremieren vorgestellt. Insgesamt sollen in den 17 Messehallen 1700 Schiffe zu sehen sein. Dabei seien luxuriöse Großjachten derzeit im Trend, hieß es. Nach einem geschätzten Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro mit maritimen Gütern und Dienstleistungen 2014 ist die Branche für 2015 zuversichtlich. Die Umsätze mit sogenannten Megajachten sind in diesen Zahlen allerdings nicht enthalten. Im vergangenen Jahr hatten fast 250 000 Menschen an insgesamt neun Tagen die Messe besucht.

Mögliche Notenbank-Hilfen sorgen für Kurssprünge am Aktienmarkt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf Unterstützung durch die Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag beflügelt. Der wieder aufkeimende Optimismus der Anleger ließ den Dax um 1,55 Prozent auf 9665,64 Punkte steigen, nachdem der deutsche Leitindex bereits zur Wochenmitte seinen jüngsten Abwärtstrend gestoppt hatte. Seit Jahresbeginn muss er aber immer noch ein Minus von rund anderthalb Prozent verkraften. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,39 Prozent am Vortag auf 0,42 Prozent. Der Euro geriet weiter unter Druck. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1768 (Mittwoch: 1,1831) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8498 (0,8452) Euro.

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