Protest gegen Schwarzwälder Schinken aus USA

Berlin (dpa) - Verbraucherschützer, Lebensmittelbranche und Opposition haben der Bundesregierung vorgeworfen, den Schutz regionaler Spezialitäten aus Deutschland aufgeben zu wollen. «Wo Nürnberg, Thüringen, Schwarzwald drauf steht, soll auch genau das drin sein», verlangte die frühere Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne). Amtsinhaber Christian Schmidt (CSU) hatte betont, im Zuge des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen EU und USA (TTIP) könne man nicht mehr alle Wurst- und Käsesorten schützen. Schmidts Sprecher stellte nach massivem Protest am Montag klar: «Mit ihm wird es keine Nürnberger Rostbratwurst made in Kentucky geben.» Er stehe dazu, dass die geschützten Herkunftsbezeichnungen bleiben.

China schafft Exportbeschränkungen für seltene Erden ab

Peking (dpa) - China hat seine Exportbeschränkungen für seltene Erden aufgehoben. Damit kommt das Land einem Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) nach, wie staatliche Medien am Montag berichteten. Das WTO-Schiedsgericht hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass Peking mit der Ausfuhrquote gegen Regeln des freien Welthandels verstoße. Details zur Aufhebung der Quote hatte das chinesische Handelsministerium nach Angaben von «Shanghai Securities News» erstmals Ende Dezember in die Handelsrichtlinien für 2015 aufgenommen. Der Export der begehrten Rohstoffe setze eine den Handelsverträgen entsprechende Genehmigung voraus, die Ausfuhrmenge werde nicht beschränkt, teilte das Ministerium online mit.

Inflation sinkt auf niedrigsten Stand seit 2009

Wiesbaden (dpa) - Der Absturz der Ölpreise hat die Inflationsrate in Deutschland im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2009 gedrückt. Die Jahresteuerung sank 2014 auf 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag nach vorläufigen Zahlen in Wiesbaden mitteilte. Zuletzt waren die Verbraucherpreise nach den Angaben im Krisenjahr 2009 mit einer Rate von 0,3 Prozent noch langsamer gestiegen. Nach den vorläufigen Zahlen sank die Inflationsrate im Dezember 2014 auf 0,2 Prozent nach 0,6 Prozent im November. Eine niedrigere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober 2009 mit 0,0 Prozent gemessen. Gegenüber November 2014 veränderten sich die Verbraucherpreise voraussichtlich nicht.

Zahl der Erwerbstätigen auf Rekordniveau - Bundesagentur optimistisch

Wiesbaden/Nürnberg (dpa) - Im wiedervereinigten Deutschland hatten im Vorjahr so viele Menschen eine Arbeit wie nie: Im Jahresdurchschnitt 2014 waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 42,6 Millionen Männer und Frauen mit Wohnort in der Bundesrepublik erwerbstätig. Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht davon, dass die Entwicklung vorerst so weitergeht. Die Arbeitslosenzahlen für Dezember und das Gesamtjahr 2014 will sie am Mittwoch (7. Januar) veröffentlichen.

Gartner sagt rosige Zeiten für PCs voraus - Tablets weiter schwach

Egham (dpa) - Der PC-Branche steht nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner in diesem Jahr eine Erholung bevor. Nach Jahren negativer Zahlen erwarten die Marktbeobachter für das seit langem schwächelnde Geschäft mit Personal Computern ein Absatzplus von knapp einem Prozent. 2016 werde sich das Wachstum sogar auf 3,7 Prozent beschleunigen. Der Zuwachs im Markt für Tablet-Computer werde dagegen weiterhin vergleichsweise schwach bleiben, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal der dpa.

Geschäft mit TV-Geräten kommt wieder in Gang

Las Vegas (dpa) - Das Geschäft mit Fernsehgeräten kommt nach einer jahrelangen Durststrecke wieder in Gang. Für dieses Jahr erwarteten Marktforscher ein weltweites Absatz-Wachstum von zwei Prozent auf 251 Millionen Geräte, hieß es am Sonntag (Ortszeit) zum Auftakt der Technik-Messe CES in Las Vegas. Der Anteil von Geräten mit der besonders hohen Ultra-HD-Bildqualität steige explosiv an, prognostizierte der Chefanalyst des Messeveranstalters CEA, Steve Koenig. In diesem Jahr dürften die Verkäufe der sogenannten 4K-Fernseher auf 23,3 Millionen Geräte von 9,3 Millionen 2014 hochspringen. China sei der größte Markt: Dort sollen 13,3 Millionen solcher Geräte verkauft werden.

Euro-Schwäche und Griechenland-Debatte belasten den Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um die Zukunft Griechenlands und des Euro haben am Montag den Dax belastet. Das Börsenbarometer fiel bis zum Nachmittag um 1,40 Prozent auf 9627,81 Punkte. Zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr blieben die Umsätze an der Börse allerdings noch recht dünn. Bei den deutschen Nebenwerte-Indizes bot sich derweil ein etwas freundlicheres Bild: Der MDax als Index der mittelgroßen Konzerne gab nur um 0,33 Prozent auf 16 895,77 Punkte nach. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es sogar um 0,47 Prozent auf 1388,51 Punkte nach oben. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,48 Prozent am Freitag auf 0,45 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1915 (Freitag: 1,2043) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8393 (0,8304) Euro.

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