Euro nach Draghi-Äußerungen auf tiefstem Stand seit über vier Jahren

Frankfurt/Main (dpa) - EZB-Chef Mario Draghi hat die Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen im Kampf gegen eine zu niedrige Inflation bekräftigt und den Euro auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren geschickt. Die vom Notenbank-Präsident geschürte Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen der Europäischen Zentralbank habe die europäische Gemeinschaftswährung belastet, hieß es am Freitag aus dem Handel. Das hat unterschiedliche Auswirkungen: Fällt der Euro gegenüber dem Dollar, können Exportunternehmen ihre Waren auf dem Weltmarkt günstiger verkaufen. Andererseits bekommen Touristen außerhalb des Währungsraums weniger für einen Euro.

Öl ist real so billig wie 1981 - Reserven deutlich höher

Berlin (dpa) - Nach dem Preissturz im zweiten Halbjahr 2014 ist Öl in Deutschland so billig wie seit 1981 nicht mehr, wenn die Geldentwertung einberechnet wird. Das teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) am Freitag in Berlin mit. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent habe im Durchschnitt des vergangenen Jahres 73,79 Euro gekostet und damit real weniger als 1981 mit 79,60 Euro. Zum Jahresende 2014 sei der Preis auf 49 Euro gefallen.

Unterhaltungselektronik-Branche vor Start der CES optimistisch

Nürnberg (dpa) - Die Branche der Unterhaltungselektronik wagt nach einem guten Weihnachtsgeschäft einen positiven Ausblick für 2015. Mit mehr als 8,5 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland habe die Branche im Schlussquartal um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, teilte die Gesellschaft für Unterhaltungselektronik gfu am Freitag mit. Vor allem TV-Geräte, Spielekonsolen, Smartphones, PCs und Tablets sowie Zubehör seien besonders gefragt gewesen. Nach einem Gesamtumsatz von 27,6 Milliarden Euro werde eine Steigerung um knapp 2 Prozent auf über 28 Milliarden Euro erwartet.

Studie: Deutsche Großunternehmen trotzen Konjunkturflaute

Stuttgart (dpa) - Deutschlands Großunternehmen sind trotz der Konjunkturflaute im Euroraum und weltweiter Krisen auf Erfolgskurs. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) hervor. Demnach steigerten die 100 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen ihren operativen Gewinn (Ebit) von Januar bis September 2014 um 9 Prozent auf insgesamt 82,8 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres war er noch leicht um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz blieb mit mehr als einer Billion Euro nahezu konstant.

Verbraucherzentralen warnen vor sorglosem Umgang mit Gesundheitsdaten

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen warnen vor einem sorglosen Umgang mit persönlichen Daten bei digitalen Gesundheitsangeboten. Solche neuartigen Modelle, die bei gesundem Lebenswandel geringere Tarife in Aussicht stellten, seien eine Abkehr von der solidarischen Versicherung, sagte der Chef des Verbraucherzentralen-Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Etwa bei Gesundheits-Apps könne es für Kunden zudem bedeuten, dass plötzlich die Versicherung «rund um die Uhr auf meiner Schulter» sitze.

Konjunkturdaten vermiesen Börsianern den Jahresbeginn

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt ist nach schwachen europäischen Konjunkturdaten durchwachsen ins neue Jahr gestartet. Allerdings verlief der Handel am Freitag weiterhin eher dünn, da viele Investoren erst in der kommenden Woche aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückkehren. Der Dax stand am Nachmittag 0,46 Prozent tiefer bei 9760,40 Punkten. Für den MDax ging es um 0,22 Prozent auf 16 972,66 Punkte nach oben und der TecDax rückte um 0,81 Prozent auf 1382,40 Punkte vor. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,48 Prozent. Der Euro fiel auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren. Zwischenzeitlich kosteten ein Euro nur noch gut 1,2026 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2043 (Mittwoch: 1,2141) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8304 (0,8237) Euro.

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