GDL will flächendeckend streiken - kein Termin

Frankfurt/Main (dpa) - Im Tarifkonflikt bei der Bahn will die Lokführergewerkschaft GDL «in den nächsten Tagen zum flächendeckenden, befristeten Streik aufrufen». Das kündigte sie am Montag an. Das Zugpersonal lasse sich nicht einschüchtern. Das beweise die Urabstimmung, bei der in der vergangenen Woche 91 Prozent der Stimmen auf Streiks entfielen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zuvor zweimal zu Warnstreiks aufgerufen. Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit.

Bertelsmann übernimmt bei Gruner + Jahr komplett das Ruder

Gütersloh/Hamburg (dpa) - Europas größter Medienkonzern Bertelsmann hat beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G+J) in Zukunft voll und ganz das Sagen. Die Gründerfamilie Jahr zieht sich komplett aus dem Hamburger Medienhaus zurück, das Titel wie «Stern», «Brigitte» und «Geo» herausgibt. G+J hatte zuletzt mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Zum Bertelsmann-Imperium gehören unter anderem die Fernsehgruppe RTL und der Buchriese Penguin Random House. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte am Montag, der Schritt sei Bekenntnis zum Journalismus und zum Wert journalistischer Inhalte im digitalen Zeitalter. Die Komplettübernahme erleichtere die Zusammenarbeit zwischen G+J und den anderen Konzerntöchtern wie RTL oder Random House.

Hewlett-Packard spaltet sich auf

New York (dpa) - Der Computer-Riese Hewlett-Packard teilt sich unter massivem Konkurrenzdruck in zwei Unternehmen auf. In eine Firma kommen Personal Computer und Drucker, wie HP am Montag mitteilte. In der zweiten wird das Geschäft mit Dienstleistungen und Technik für Unternehmen zusammengefasst. Zugleich wird der laufende Stellenabbau verstärkt, insgesamt 55 000 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Die heutige HP-Chefin Meg Whitman soll das abgespaltene Unternehmensgeschäft mit dem Namen Hewlett-Packard Enterprise führen. Die PC- und Drucker-Firma mit dem Namen HP Inc. soll von Dion Weisler geleitet werden, der heute HP-Vizepräsident in dem Bereich ist.

Experten sehen nur leichte Erholung der europäischen Wirtschaft

München/Paris (dpa) - Die Wirtschaft im Euroraum dürfte nach Einschätzung führender Forschungsinstitute auch in den kommenden Monaten nur langsam vorankommen. Grund seien die aktuellen geopolitischen Konflikte und eine abwartende Haltung der Wirtschaftsakteure, heißt es in einer Gemeinschaftsstudie des Münchner Ifo Instituts, des französischen INSEE und des italienischen ISTAT, die am Montag veröffentlicht wurde. Im dritten und vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt demnach nur um jeweils 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen. Für das erste Quartal kommenden Jahres erwarten die Experten dann 0,3 Prozent Wachstum.

Deutschland: Stärkster Einbruch bei Industrieaufträgen seit 2009

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Industrie hat im August einen unerwartet heftigen Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Montag lagen die saison- und kalenderbereinigten Bestellungen 5,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Dies ist der stärkste Rückschlag seit der Wirtschaftskrise 2009. Im Juli waren die Auftragseingänge noch nach revidierten Zahlen um 4,9 Prozent gestiegen. Der Einbruch fiel mehr als doppelt so stark wie erwartet aus. Volkswirte hatten für August nur mit einem Minus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat gerechnet.

Samsung baut riesige Chip-Fabrik für mehr als elf Milliarden Euro

Seoul (dpa) - Der weltgrößte Chiphersteller Samsung will seine Marktposition mit einer mehr als elf Milliarden Euro teuren Mega-Fabrik stärken. In das Werk bei Seoul sollen umgerechnet rund 11,6 Milliarden Euro investiert werden. Die geplante Anlage werde helfen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die «wachsende Nachfrage nach hoch entwickelten Halbleiter-Produkten zu decken», teilte Samsung am Montag mit. Samsung Electronics ist der weltgrößte Hersteller von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern. Der Baubeginn für die neue Anlage sei für die erste Hälfte 2015 vorgesehen, hieß es. Die Produktion soll zwei Jahre später anlaufen.

Deutscher Aktienmarkt erholt sich nach verlustreichen Wochen

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag von den deutlichen Verlusten der vergangenen beiden Wochen erholt. Der Dax stieg um 1,15 Prozent auf 9301 Punkte. Für den MDax ging es am Montag um 1,66 Prozent auf 15 826 Punkte nach oben. Der TecDax zog um 1,75 Prozent auf 1236 Punkte an. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,83 Prozent vor. Der Kurs des Euro gab nach. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2565 (Freitag: 1,2616) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7958 (0,7917) Euro.

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