Bayer spaltet Kunststoffsparte ab - Börsengang geplant

Leverkusen (dpa) - Der Pharma- und Chemieriese Bayer steht vor einem der größten Umbrüche in seiner Geschichte: Nach der traditionsreichen Chemie vor zehn Jahren plant der Vorstand nun auch eine Abspaltung der Kunststoffsparte. Künftig wolle sich das Unternehmen ganz auf das Pharmageschäft und die Agrarchemie konzentrieren, teilte Bayer am Donnerstag mit. Die Industriesparte, die bei den Leverkusenern unter dem Namen MaterialScience geführt wird, soll als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Am Nachmittag wollte der Aufsichtsrat über die Pläne des Vorstandes entscheiden.

Urteil: Längere Kündigungsfristen für Betriebstreue rechtens

Erfurt (dpa) - Die Kündigungsfristen von Arbeitnehmern dürfen sich auch künftig mit zunehmender Beschäftigungszeit erhöhen. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt erklärte die Staffelung der Fristen nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit am Donnerstag für rechtmäßig. Die obersten Richter sahen keine mittelbare Diskriminierung von jüngeren Beschäftigten. Damit scheiterte eine Frau aus Hessen auch in der dritten Instanz mit ihrer Klage. Der Gesetzgeber räumt Mitarbeitern, die über Jahre in einer Firma gearbeitet haben, einen besseren Kündigungsschutz ein. Diese Regelung sei angemessen, urteilte der Sechste Senat.

Zalando will bei Börsengang bis zu 633 Millionen Euro einnehmen

Berlin (dpa) - Der Online-Modehändler Zalando will bei seinem Börsengang bis zu 633 Millionen Euro einnehmen. Die Preisspanne für die Aktien wurde auf 18 bis 22,50 Euro festgelegt, wie Zalando am Mittwochabend mitteilte. Die Papiere sollen ab Donnerstag privaten Investoren angeboten werden. Der Handelsstart an der Börse ist für den 1. Oktober geplant. Das Emissionsvolumen soll inklusive einer Mehrzuteilungsoption für die begleitenden Banken zwischen 507 und 633 Millionen Euro liegen. Auf dieser Basis sollen 11,3 Prozent des Unternehmens an der Börse platziert werden, hieß es weiter.

Gelb als Markenzeichen - Langenscheidt gewinnt Rechtsstreit

Karlsruhe (dpa) - Gelb ist typisch für Langenscheidt-Wörterbücher - die Farbe darf deshalb nicht von der Konkurrenz verwendet werden. Im Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb hat der Bundesgerichtshof dem Münchner Wörterbuchverlag recht gegeben. Der Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone darf die Farbe nun nicht mehr verwenden. Die obersten deutschen Zivilrichter begründeten dies am Donnerstag damit, dass der Verbraucher aufgrund der Farbe die beiden Marken verwechseln könnte. Der BGH sah eine «hochgradige» Waren- und Zeichenähnlichkeit (Az.: I ZR 228/12).

EU-Urteil: Fluggesellschaften dürfen Gepäckgebühren verlangen

Luxemburg (dpa) - Fluggesellschaften dürfen für aufgegebenes Gepäck Zusatzgebühren verlangen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschieden. Eine spanische Regelung, die solche Aufschläge zumindest für den ersten Koffer verbietet, sei nicht mit EU-Recht vereinbar, urteilten die Richter (Rechtssache C-487/12). Für Handgepäck oder am Flughafen gekaufte Waren dürfen indes keine Zusatzkosten anfallen, unterstrichen die Richter - vorausgesetzt, normale Maße werden nicht überschritten. Das Geschäftsmodell insbesondere von Billigflug-Anbietern bestehe darin, die Flüge selbst zu niedrigen Preisen anzubieten und für ergänzende Dienstleistungen zusätzliches Geld zu verlangen.

Dax legt nach US-Zinsentscheid zu - Bayer auf Rekordhoch

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der anlegerfreundlichen US-Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag weiter angetrieben. Dazu kam laut Händlern der verhaltene Optimismus, dass die Schotten im heutigen Referendum für einen Verbleib bei Großbritannien stimmen dürften. Der deutsche Leitindex stieg um 0,97 Prozent auf 9755 Punkte. Für den MDax ging es um 0,50 Prozent auf 16 235 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,73 Prozent auf 1250 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,87 Prozent zu Buche.

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