Prokon holt Gutachten ein - Zahlungsunfähigkeit wird überprüft

Itzehoe (dpa) - Der Windanlagen-Finanzierer Prokon holt Gutachten über seine mögliche Zahlungsunfähigkeit ein. Das sagten Prokon-Chef Carsten Rodbertus und der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin am Donnerstag am Firmensitz in Itzehoe. Ausschließlich das gekündigte Genusskapital sei das Problem, sagte Penzlin. Deswegen habe der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt werden müssen. Kürzlich hatte das Unternehmen mitgeteilt, 227 Millionen Euro von 1,4 Milliarden Euro an Genusskapital seien gekündigt worden. Neuere Zahlen nannte Penzlin am Donnerstag nicht. Prokon hat rund 75 000 Anleger.

EU-Verfahren gegen Deutschland wegen Auto-Kältemittel

Brüssel/Stuttgart (dpa) - Die EU-Kommission eröffnet ein Verfahren gegen Deutschland wegen eines inzwischen weitgehend verbotenen Kältemittels in Auto-Klimaanlagen. Das sagte EU-Industriekommissar Antonio Tajani am Donnerstag in Brüssel. Er betonte, eine Einigung mit der Bundesregierung sei noch möglich: «Ich stehe bereit für ein Treffen.» Seine Behörde kritisiert unter anderem, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) dem Hersteller Daimler im vergangenen Jahr eine nachträgliche Änderung der Fahrzeugzulassung gestattete. Unter der alten Genehmigung konnte das Kältemittel R134a noch zum Einsatz kommen. Daimler hält die Alternative, das in Europa erlaubte Mittel R1234yf, für feuergefährlich.

Knappes Rennen der größten Autobauer - Toyota vor GM und VW

Berlin/Tokio/Seoul (dpa) - Das Rennen um den Titel des weltweit größten Autobauers wird immer enger. Zwar verteidigte Toyota die Spitzenposition 2013, der Abstand zu den Rivalen General Motors und Volkswagen aber ist knapper geworden. Die Japaner setzten im vergangenen Jahr insgesamt 9,98 Millionen Fahrzeuge weltweit ab. Das war ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,32 Millionen Stück, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Tariflöhne 2013 real gestiegen - Gute Aussichten auch für 2014

Düsseldorf (dpa) - Die Tarifbeschäftigten in Deutschland haben im vergangenen Jahr preisbereinigt erneut mehr Geld auf ihrem Konto gehabt. Bei einem durchschnittlichen Anstieg der Vergütungen um 2,7 Prozent und einer Inflationsrate von 1,5 Prozent ergebe sich ein Plus von 1,2 Prozent, teilte das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mit. Mit Ausnahme des Jahres 2011 sei es den Gewerkschaften seit 2009 gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen, erklärte Tarifarchiv-Leiter Reinhard Bispinck.

Handy-Geschäft verhagelt Nokia zum Abschied die Bilanz

Espoo (dpa) - Das Handy-Geschäft hat Nokia vor dem Verkauf an Microsoft noch einmal rote Zahlen eingebracht. Während der Deal noch von Behörden geprüft wird, legte Nokia am Donnerstag bereits Zahlen für das verbliebene Unternehmen vor. Der Verlust aus der Handy-Sparte, die als «nicht fortgeführter Bereich» ausgewiesen wird, drückte dabei auch das «neue» Nokia ins Minus. So gab es im Schlussquartal rote Zahlen von 25 Millionen Euro. Das lag daran, dass der Verlust von 201 Millionen Euro aus dem Handy-Geschäft die schwarzen Zahlen aus dem Rest-Konzern überwog.

Verbraucherzentralen: Produkte aus tiergerechter Haltung kennzeichnen

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen fordern eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung von Lebensmitteln aus tiergerechter Haltung. «Für einen bewussten Einkauf müssen Verbraucher klar erkennen können, unter welchen Bedingungen Tiere gehalten wurden», sagte der Leiter Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Holger Krawinkel, am Donnerstag anlässlich der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Laut einer Umfrage im Auftrag des vzbv fehlen vielen Kunden die nötigen Informationen, um beim Einkauf auf eine umweltfreundliche Herstellung von Lebensmitteln zu achten.

Baugewerbe macht bestes Monatsgeschäft seit 1999 - Auftragsplus

Wiesbaden (dpa) - Nach einem witterungsbedingt schwachen Start ins Jahr 2013 hat das Geschäft am Bau stetig angezogen. Im November erzielte das deutsche Bauhauptgewerbe mit 10,1 Milliarden Euro den höchsten Gesamtumsatz seit Ende 1999, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zum Vorjahresmonat kletterten die Umsätze um 4,8 Prozent. Auch die Orderbücher der Bauunternehmen füllten sich im November. Preisbereinigt gingen 12,3 Prozent mehr Bestellungen ein als ein Jahr zuvor.

Nürnberger Spielwarenmesse widmet sich vier großen Trends

Nürnberg (dpa) - Die weltweit größte Spielwarenmesse in Nürnberg legt den Fokus in diesem Jahr auf praktische, klassische, kleine und technische Spielsachen. «Wir haben uns vier Entwicklungen herausgepickt, von denen wir ziemlich sicher sind, dass sie 2014 den Markt verändern werden», sagte Marketingdirektor Christian Ulrich am Donnerstag in Nürnberg. Die Schlagworte lauten: Fit4Life, Retromania, Mini is King und TechToys. Diese Trends werden im Mittelpunkt der am Mittwoch (29. Januar) beginnenden Messe stehen, zu der rund 2750 Aussteller und mehr als 70 000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet werden.

Dax schwächelt nach Konjunkturdaten - Schwache US-Vorgaben

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag Verluste eingefahren. Nach der Enttäuschung über schwache Konjunkturdaten aus China hätten positive Zahlen für die Eurozone den Handel nur kurzfristig etwas stützen können, sagten Börsianer. Am Nachmittag verlor der deutsche Leitindex 0,72 Prozent auf 9650 Punkte, er fiel damit auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Der MDax sank um 0,35 Prozent auf 16 816 Punkte. Der TecDax gab um 0,49 Prozent auf 1257 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sackte um 0,50 Prozent ab. Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,48 (Vortag: 1,47) Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3639 (Mittwoch: 1,3566) Dollar fest.

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