Beschäftigte klagen über immer mehr Stress im Job

Berlin (dpa) - Hoher Druck am Arbeitsplatz: Fast jeder Fünfte fühlt sich überfordert - und 43 Prozent der Berufstätigen in Deutschland klagen über wachsenden Stress. Das geht aus dem «Stressreport Deutschland 2012» der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor, der am Dienstag in Berlin vorgelegt wurde. Für die Studie wurden bundesweit fast 18 000 Arbeitnehmer zu psychischen Anforderungen, Belastungen und Stressfolgen ihres Arbeitsalltags befragt. Ergebnis: Anforderungen und positive Aspekte im Berufsalltag haben sich seit 2005/2006 «auf hohem Niveau» kaum verändert. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) rief Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, gemeinsam gegen Stress am Arbeitsplatz zu kämpfen. «Es besteht Handlungsbedarf in unseren Betrieben», sagte sie bei einer Tagung zu Psychostress im Job am Dienstag. «Ohne die Sozialpartner geht es aber nicht.»

Verbraucher zum Jahresbeginn wieder optimistischer

Nürnberg (dpa) - Bei Deutschlands Verbrauchern macht sich wieder Optimismus breit. Mit der Aussicht auf eine baldige Belebung der Konjunktur habe sich auch die Konsumstimmung spürbar aufgehellt, berichtet das Marktforschungsinstitut GfK. Die Befragungen in der neuesten GfK-Konsumklimastudie zeigten, dass die Verbraucher für 2013 wieder mit höheren Einkommen rechneten und daher auch wieder größere Anschaffungen planten. Die Konsumforscher führen die wachsende Zuversicht der Verbraucher unter anderem auf die ruhigere Lage an den Finanzmärkten zu Jahresbeginn zurück. Zudem gingen viele Haushalte davon aus, dass sich die Konjunktur im weiteren Verlauf dieses Jahres wieder beleben werde, heißt in der jüngsten GfK-Studie, die am Dienstag in Nürnberg vorgestellt wurde.

Touristenzahl übersteigt weltweit erstmals die Milliardengrenze

Madrid (dpa) - Der Tourismus trotzt der Krise: Die Zahl der Urlauber, die ihre Ferien im Ausland verbringen, ist im vorigen Jahr weltweit erstmals in der Geschichte über die Marke von einer Milliarde gestiegen. Wie die Welttourismusorganisation (UNWTO) am Dienstag in ihrer vorläufigen Jahresbilanz mitteilte, bedeutete dies im Vergleich zu 2011 eine Zunahme um 4,0 Prozent. Für dieses Jahr sei eine weitere Steigerung um 3,0 bis 4,0 Prozent zu erwarten. Die Staaten Europas lockten 2012 mit insgesamt 535 Millionen mehr als die Hälfte der Touristen in aller Welt an. Der Nahe Osten (minus 4,9 Prozent) war aufgrund der Unruhen in Ägypten 2012 weltweit die einzige Region, in der die Zahl der ausländischen Urlauber zurückging.

Fluglinie OLT stellt Insolvenzantrag

Bremen (dpa) - Die Krise in der deutschen Luftfahrt zieht immer weitere Kreise. Nun hat die ins Schlingern geratene Bremer Fluglinie OLT Insolvenz angemeldet. Dies bestätigte der Sprecher des Unternehmens, Matthias Burkard, am Dienstag. Unklar sei noch, welches Gericht den Antrag bearbeiten werde, ob das Amtsgericht Bremen oder das Amtsgericht Stuttgart. Eine Entscheidung sollte es noch im Laufe des Dienstags geben. Mit dem kleinen Unternehmen gerät erneut eine deutsche Fluglinie in massive Schwierigkeiten. «Die deutsche Luftfahrt steckt in einer Krise», sagte die Sprecherin des Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Eva-Maria McCormack.

Immobilienverband erwartet nur moderaten Anstieg der Mieten

Frankfurt/Main (dpa) - Der kräftige Mietanstieg der vergangenen Jahre wird sich nach Überzeugung des Immobilienverbands IVD 2013 nicht fortsetzen. «Für dieses Jahr und die folgenden Jahre erwarten wir nur moderat anziehende Mieten knapp oberhalb der Inflationsrate. Das Mietwachstum wird sich im Jahresverlauf allmählich verlangsamen», sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick am Dienstag in Frankfurt. 2012 zogen die Mieten im Bundesdurchschnitt demnach um gut drei Prozent an, in den zehn größten Städten um 7,9 Prozent.

Philips steigt aus Unterhaltungselektronik aus

Amsterdam (dpa) - Der Elektronikkonzern Philips beschleunigt seinen Umbau und gibt das seit längerem schwächelnde Geschäft mit Unterhaltungselektronik an Funai ab. Der japanische Partner zahlt dafür 150 Millionen Euro plus Lizenzgebühren. Die Marke Philips soll bei aber bestehenbleiben. Philips-Chef Frans van Houten sagte am Dienstag in Amsterdam, der Konzern sehe seine Zukunft vor allem in den Bereichen Gesundheitstechnik, Lifestyle und Licht. Der Markt für Unterhaltungselektronik schrumpfe. In der Unterhaltungselektronik kämpft der Konzern seit geraumer Zeit mit der Konkurrenz aus Asien. Erst Anfang vergangenen Jahres hatte Philips das Fernsehgeschäft in ein Joint Venture mit dem langjährigen chinesischen Partner TPV Technology eingebracht.

Industrie erwartet 2013 Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent

Berlin (dpa) - Die deutsche Industrie erwartet trotz eines schwachen Auftakts in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Der Industrieverband BDI ist damit deutlich optimistischer als die schwarz-gelbe Bundesregierung, die im laufenden Jahr einen Zuwachs von nur 0,4 Prozent erwartet. Es gebe berechtigte Hoffnung auf eine deutliche wirtschaftliche Belebung ab dem Frühjahr, sagte der neue BDI-Präsident Ulrich Grillo am Dienstag in Berlin. Auch für 2014 ist der Spitzenverband zuversichtlich, nannte aber keine Zahlen. Triebkräfte für den Aufschwung kämen vor allem aus dem Ausland. Der BDI rechnet 2013 mit einem Exportplus von mindestens drei Prozent: «Im Gefolge dürften auch Ausrüstungsinvestitionen unserer Unternehmen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge zunehmen.»

Deutsche Aktien geben nach

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seinen Rücksetzer vom Fünfjahreshoch am Dienstag fortgesetzt. Bis zum Nachmittag büßte der deutsche Leitindex noch 0,15 Prozent auf 7821 Punkte ein, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 7800 Punkte zurückgefallen war. Die runde Marke von 8000 Punkten bleibt gleichwohl im Fokus der Anleger. Der MDax brach seinen Rekordkurs ebenfalls zunächst ab und fiel um 0,58 Prozent auf 12 685 Punkte. Der TecDax verlor belastet durch den Kurseinbruch der Software AG 1,59 Prozent auf 875 Punkte. Am deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Vortag auf 1,37 Prozent. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3433 (Montag: 1,3444) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7444 (0,7438) Euro.

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