Athen startet mit Streiks ins neue Jahr - Samaras will Mut machen=

Athen (dpa) - Auch das neue Jahr hat in Griechenland mit Streiks begonnen: Aus Protest gegen die aktuellen Einkommenskürzungen legten die Stadt- und U-Bahn-Fahrer in Athen am Dienstag für 24 Stunden die Arbeit nieder. Menschen ohne eigenes Auto waren am Neujahrstag in Athen auf Taxis und Busse angewiesen. Ministerpräsident Antonis Samaras machte in seiner Neujahrsansprache keinen Hehl daraus, dass den Griechen ein weiteres entbehrungsreiches Jahr bevorsteht: 2013 werde «kein leichtes Jahr sein», sagte er in seiner vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Rede. Ziel der Regierung sei es, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, damit die Menschen Arbeit finden könnten. 2013 werden wir die Wette um die Zukunft (des Landes) gewinnen», sagte Samaras.

Verband: Deutschland erzeugt Solarstrom für 8 Millionen Haushalte =

Berlin (dpa) - Die rund 1,3 Millionen Solarstromanlagen in Deutschland haben im vergangenen Jahr laut Bundesverband Solarwirtschaft rechnerisch acht Millionen Haushalte versorgt. Verglichen mit dem Vorjahr sei das ein Plus von etwa 45 Prozent, teilte der Verband am Dienstag mit. «Deutschland erntet jetzt die Früchte seiner Anstrengungen bei der Solartechnik», erklärte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Ihr Anteil an der Stromversorgung habe sich in drei Jahren vervierfacht.

Lichter in ostdeutschen First-Solar-Werken sind aus =

Frankfurt (Oder) (dpa) - In den ostdeutschen Werken des Solarmodulherstellers First Solar mit 1200 Beschäftigten sind am Silvestertag offiziell die Lichter ausgegangen. Der US-Konzern hatte vergangenen April die Schließung seiner beiden Werke in Brandenburg angekündigt. Die Stilllegung hatte das Unternehmen mit dem Preisdruck am Solarmarkt durch die starke chinesische Konkurrenz und die sinkende öffentliche Förderung begründet. Bis spätestens Ende Mai verlieren nun alle Beschäftigten ihren Job. Für die Standorte der beiden Werke in Frankfurt (Oder) werden neue Investoren gesucht.

Bitkom: Hightech-Exporte aus Deutschland legen um 3,5 Prozent zu =

Berlin (dpa) - Hightech-Produkte aus Deutschland sind im Ausland weiter beliebt. Der Export hat laut Branchenverband Bitkom in den ersten drei Quartalen 2012 um 3,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr zugelegt. Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik im Wert von 22,2 Milliarden Euro sind demnach in dem Zeitraum ins Ausland verkauft worden. «Im gesamtwirtschaftlichen Umfeld von Euro-Schuldenkrise und Wachstumsabschwächung ist das ein sehr gutes Ergebnis», sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Hofmann: Statt Einschnitten bei Älteren bessere Bedingungen nötig=

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat Einschnitten bei bestehenden Tarifregelungen für ältere Arbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie eine klare Absage erteilt. Der Gewerkschaftsfunktionär sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Ohne knallharte tarifliche Sicherheiten für ältere Beschäftigten werden Arbeitgeber, statt altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen, Ältere herausdrängen.» Daher sei der besondere Kündigungsschutz und die Verdienstsicherung bei tendenziell älteren Belegschaften notwendiger denn je. Die IG Metall läuft sich für die Tarifrunde warm. Im Vorfeld gibt es Diskussionen über den besonderen Schutz für ältere Arbeitnehmer.

Steuersünder-Affäre: Athener Ex-Finanzminister im Visier =

Athen (dpa) - Für den ehemaligen griechischen Finanzminister Giorgos Papakonstantinou wird es eng: Das griechische Parlament wird bei einer Geheimabstimmung entscheiden, ob ein Untersuchungsausschuss wegen Datenfälschung und Pflichtverletzung gegen ihn ermitteln soll. Einen entsprechenden Antrag stellten 71 Abgeordnete der Regierungskoalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken, wie das Staatsradio unter Berufung auf das Parlamentspräsidium berichtete. Von einer Liste mit griechischen Steuersündern waren ausgerechnet Verwandte des Ex-Ministers verschwunden. Papakonstantinou streitet die Vorwürfe ab.

Finanzmärkte blicken optimistisch auf 2013 - Dow Jones über 13 000 =

New York (dpa) - Mit Optimismus blicken die Börsen weltweit auf 2013: Nachdem im Streit um die künftige US-Haushaltspolitik in letzter Minute doch ein Kompromiss greifbar war, gelang der New Yorker Börse am Silvestertag der Sprung über die psychologisch wichtige Marke von 13 000 Punkten beim Leitindex Dow Jones. Im neuen Jahr erwarten viele Analysten angesichts flauer Konjunkturlage und anhaltender Euro-Schuldenkrise zwar keine gewaltigen Sprünge, doch viele sehen keinen Anlass zu Pessimismus, auch wenn die Probleme noch lange nicht gelöst sind. So knallten an den letzten Handelstagen die Sektkorken vor allem auf dem asiatischen Parkett. Gedämpfter war die Stimmung an den Börsen in Europa und den USA.

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