Douglas-Holding AG
Douglas kann sich auf die deutschen Verbraucher verlassen.

Douglas kann sich auf die deutschen Verbraucher verlassen.

dpa

Douglas kann sich auf die deutschen Verbraucher verlassen.

Düsseldorf/Hagen (dpa) - Der Einzelhandelskonzern Douglas forciert sein Online-Geschäft. «Neben dem Einkauf in unseren Fachgeschäften wollen auch wir unsere Kunden sehr viel stärker als bisher für unsere Online-Shops begeistern», sagte der Vorstandsvorsitzende der Douglas Holding AG, Henning Kreke.

Die Zukunft im Handel werde Händlern gehören, die ihre Kunden sowohl «stationär» mit Geschäften als auch «virtuell» mit Shops im Internet an sich bänden. Douglas setzt derzeit weniger als fünf Prozent über das Internet um. Dieser Anteil soll in zwei bis drei Jahren auf zehn Prozent steigen, sagte Kreke.

Der Konzernumsatz lag im vergangenen Geschäftsjahr 2009/10 (30.9.) bei 3,32 Milliarden Euro - 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Douglas betrieb Ende September knapp 2000 Fachgeschäfte in 20 Ländern Europas und in Russland, darunter gut 1200 Parfümerien. Zu dem im Börsensegment MDAX gelisteten Unternehmen gehören neben den gleichnamigen Parfümerien auch die Filialisten Thalia (Bücher), Christ (Schmuck), Appelrath-Cüpper (Damenmode), Hussel (Süßwaren) sowie der Online-Händler buch.de. Bei den Parfümerien ist Douglas Marktführer in Europa. In Deutschland kommt der Filialist auf einen Marktanteil von 30 bis 35 Prozent.

Ziel sei eine «Verzahnung» von Filialen und Online-Shop, so Kreke weiter. Die Kunden sollen sich in den Fachgeschäften informieren und dann online kaufen oder auch umgekehrt. In den Filialen sollen die Kunden aktiv auf das Onlineangebot aufmerksam gemacht werden. Umgekehrt soll im Netz auch auf Dienstleistungen hingewiesen werden, die der Kunde nur im Geschäft bekommt.

Das im westfälischen Hagen beheimatete Unternehmen übertraf 2009/10 seine Ziele leicht. Unterm Strich blieben 76,1 Millionen Euro in den Kassen, 21,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Je Aktie sollen wie im Vorjahr 1,10 Euro Dividende an die Aktionäre fließen. Vor allem in Deutschland machte der Konzern gute Geschäfte - der Umsatz stieg hier zu Lande um 4,7 Prozent.

Den Start ins neue Geschäftsjahr 2010/11 nannte Kreke «insgesamt recht ordentlich». Der Umsatz im ersten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sei trotz des Schneechaos um 4,5 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Genaue Zahlen für das erste Quartal will das Unternehmen am 9. Februar bekannt geben.

Zum Jahresende verkaufte Douglas seine 32 Filialen in Russland und zog sich damit aus dem russischen Markt zurück. Das Unternehmen sah nach eigenem Bekunden keine Perspektive für das Erreichen einer marktführenden Position. Auch waren die Mieten zu hoch. Douglas habe die Parfümerien mit einem leichten Gewinn an ein russisches Unternehmen verkauft. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hatte Douglas seine Parfümerien in den USA (14) und Dänemark verkauft (5).

Für das Gesamtjahr geht Kreke von einem Umsatzplus in Höhe von zwei bis vier Prozent aus. Der Vorsteuergewinn soll rund 140 Millionen Euro erreichen (2009/10: 131,2 Millionen Euro).

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