Die Inflationsrate im Euroraum steigt.

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Ein zuletzt gewohntes Bild, doch die Zeit sinkender Preise ist erstmal vorbei.

Ein zuletzt gewohntes Bild, doch die Zeit sinkender Preise ist erstmal vorbei.

dpa

Ein zuletzt gewohntes Bild, doch die Zeit sinkender Preise ist erstmal vorbei.

Brüssel. Zurück zur Normalität: Die Zeiten sinkender Preise sind vorbei, das Leben wird teurer. Die Inflationsrate in Ländern, in denen mit Euro gezahlt wird, kletterte zum Jahresende auf 0,9 Prozent.

Das bedeutet, dass mittlerweile in allen Staaten des Währungsraums außer Irland und Portugal die Verbraucherpreise wieder steigen, nachdem sie im Sommer und im Herbst in weiten Teilen Europas gesunken waren. In Deutschland kletterten sie im Dezember um 0,8 Prozent.

Verantwortlich für die Rückkehr zu steigenden Preisen sind Heizöl und Benzin. Mehrere Monate lang sorgte der Preissturz an den Ölmärkten für ein Minus vor der Teuerungsrate. Dieser dämpfende Effekt läuft nun allerdings aus.

Angst vor einer aus dem Ruder laufenden Inflation muss trotzdem niemand haben. Ökonomen rechnen in den nächsten Monaten allenfalls mit einem geringen Preisauftrieb. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer verweist darauf, dass der Anstieg der Löhne infolge der konjunkturellen Schwäche "massiv nachgelassen" habe. Deshalb sei vorerst nicht zu erwarten, dass die Preise in die Höhe schnellen.

Etwas skeptischer fällt sein langfristiger Ausblick aus. Da die Notenbanken viele Milliarden in die Märkte gepumpt haben, bestünden auf Sicht von drei bis fünf Jahren durchaus Inflationsrisiken: "Wir haben einfach zuviel Geld im Markt." Aber selbst dann drohten in Europa keine zweistelligen Inflationsraten, dämpft Krämer übertriebene Befürchtungen.

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