In 30 Konzernen gibt es 15 weibliche Spitzenmanager – 2010 waren es drei.

Frauenquoten-Konzepte in der Diskussion

Patrick Pleul

Frankfurt. In den Vorständen der 30 Dax-Konzerne sitzen immer mehr Frauen. Derzeit gibt es 15 weibliche Vorstandsmitglieder. Das entspricht einem Anteil von knapp acht Prozent, wie die „Frankfurter Rundschau“ berechnet hat.

Noch 2010 hätten die Aushängeschilder der deutschen Wirtschaft gerade einmal drei Frauen in der Top-Führungsebene beschäftigt. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die sicherlich damit zusammenhängt, dass die Dax-Konzerne im öffentlichen Fokus stehen“, sagte Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Die meisten der 15 Dax-Vorstandsfrauen haben Verantwortung im Bereich Personal. Allerdings haben 17 der 30 Dax-Konzerne keine einzige Frau im Vorstand. Dagegen gehören bei der Deutschen Telekom und bei Siemens jeweils zwei Frauen zur Führungsriege.

Die derzeit am längsten amtierende Dax-Vorstandsfrau wird ihren Posten in diesem Jahr abgeben: Siemens-Einkaufsvorstand Barbara Kux verzichtet auf eine Verlängerung ihres Vertrages und wird den Elektrokonzern Ende 2013 verlassen. Die 58 Jahre alte Managerin verantwortet seit 2008 den Einkauf bei Siemen. dpa

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