BMW
BMW verkaufte in den ersten elf Monaten des Jahres rund 1,3 Millionen Autos und damit mehr als im gesamten Jahr 2009.

BMW verkaufte in den ersten elf Monaten des Jahres rund 1,3 Millionen Autos und damit mehr als im gesamten Jahr 2009.

dpa

BMW verkaufte in den ersten elf Monaten des Jahres rund 1,3 Millionen Autos und damit mehr als im gesamten Jahr 2009.

München (dpa) - Beflügelt von der weltweit wachsenden Nachfrage nach Oberklasseautos haben BMW, Audi und Daimler im November ihre Verkaufszahlen nochmals deutlich gesteigert. Die drei deutschen Hersteller legten kurz vor Jahresende erneut zweistellig zu.

Die Ingolstädter VW-Tochter übertraf sogar das Rekordjahr 2008 und verkaufte in den ersten elf Monaten mehr Autos als jemals zuvor. Auch für das kommende Jahr sind die Konzerne optimistisch, vor allem in Asien dürfte der Boom weiter für volle Auftragsbücher sorgen.

So steuert die gesamte deutsche Autobranche auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zu. Nach der überraschend schnellen Erholung erwarten fast 90 Prozent der Unternehmen ein Umsatzplus, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC heißt.

Ein knappes Drittel der Hersteller und Zulieferer rechne sogar mit Zuwächsen von mehr als 15 Prozent. Neues Wachstum erwarten die Firmen auch auf dem derzeit schwachen europäischen Markt. Europa ist für 96 Prozent der Befragten nach wie vor der wichtigste Markt.

Auch das Geschäft in Nordamerika dürfte sich weiter erholen, der Boom in China werde weitergehen. Dem Markt im Reich der Mitte trauen mehr als die Hälfte der 202 befragten Firmen langfristig ein Volumen von 30 Millionen Autos jährlich zu - zehnmal so viel wie in Deutschland. «Wir gehen davon aus, dass der eigentliche Boom in China noch vor uns liegt. Bei Audi bereiten wir uns auf deutlich steigende Nachfrage auch im nächsten Jahr vor», sagte Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer in Ingolstadt. In China knackte Audi erstmals die Marke von 200 000 verkauften Autos im Jahr.

Neben dem Vorzeigemarkt China stehen Indien und Brasilien hoch im Kurs. Die Potenziale in Russland schätzen die Befragten dagegen zurückhaltender ein. «Die Automobilmärkte der Schwellenländer werden für die deutsche Autoindustrie zweifellos weiter an Bedeutung gewinnen. Dies geht auch mit Verlagerungen von Produktionskapazitäten einher, Sorgen vor einem Exodus der Hersteller und Zulieferer vom Standort Deutschland sind jedoch unbegründet», sagte Felix Kuhnert, Leiter der Sparte Automotive bei PwC.

Insgesamt verkaufte Audi in den ersten elf Monaten weltweit rund 1 003 900 Autos. Im bisher stärksten Jahr 2008 waren es 1 003 469. Im vergangenen Jahr war der Absatz der VW-Tochter angesichts der Krise auf knapp 950 000 geschrumpft. Der Münchner Konkurrent BMW setze weltweit bis Ende November rund 1,3 Millionen Autos ab und damit mehr als im gesamten Jahr 2009. «Die BMW Group ist auf dem besten Weg, ihr gestecktes Absatzziel von über 1,4 Millionen verkauften Einheiten im diesem Jahr zu erreichen», sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson.

Daimler hatte bereits vergangene Woche seine Novemberzahlen vorgelegt und ebenfalls erneut ein zweistelliges Absatzplus vermeldet. Seit Beginn des Jahres steigerte Mercedes-Benz die Pkw- Auslieferungen um 12,5 Prozent auf 1,15 Millionen Fahrzeuge. Damit wurden bereits jetzt mehr Autos verkauft als 2009. «Wir blicken auf ein bisher äußerst erfolgreiches Jahr zurück», sagte Mercedes- Vertriebschef Joachim Schmidt.

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