Montag wird die Banknote präsentiert. Sie soll sicherer sein.

Zehn-Euro-Geldbündel
Noch sind nur die alten Zehner bekannt.

Noch sind nur die alten Zehner bekannt.

Jens Wolf

Noch sind nur die alten Zehner bekannt.

Frankfurt. Nach dem Fünf-Euro-Schein bekommt auch der Zehner ein neues Gesicht. Im Laufe des Jahres bringen Europas Notenbanken den überarbeiteten Schein in Umlauf, die Verbraucher im Euro-Raum müssen sich an eine neue Note gewöhnen. Noch kann man den Zuwachs der „Europa-Serie“ nicht anfassen. Aber am Montag zeigt Yves Mersch, der Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), der Öffentlichkeit schon mal, wie die Note aussehen wird.

Pro Jahr werden mehr als 500 000 Blüten entdeckt

Ziel der Überarbeitung: Die Gemeinschaftswährung soll sicherer gegen Geldfälscher werden, wie Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele zur Einführung der neuen Fünfer erklärt hatte.

2012 waren laut EZB weltweit 531 000 Euro-Blüten aufgetaucht. Gesamtschaden: 26 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten 2013 wurdenbereits 317 000 Euro-Blüten sichergestellt. Das war der höchste Wert in einem Halbjahr seit Ende 2010 (364 000).

Dass der Wettstreit zwischen Währungshütern und Geldfälschern hart geführt wird, hatte sich nach Einführung der überarbeiteten Fünfer im Mai 2013 schnell gezeigt: Kaum war die mit Smaragdzahl, fühlbarem Druckbild und Hologramm verbesserte Banknote Anfang Mai eingeführt worden, versuchten sich Kriminelle schon an ersten Fälschungen. Die waren zwar noch ziemlich plump, zeigten aber: Kriminelle geben sich nicht so leicht geschlagen.

Doch nicht nur Kriminelle wurden von den neuen Scheinen auf die Probe gestellt, sondern auch Automatenbetreiber: Etliche Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn sowie einiger regionaler Verkehrsgesellschaften akzeptierten die neuen Fünfer zunächst nicht, weil die Software der Automaten zu spät aktualisiert wurde.

Die EZB will unbedingt vermeiden, dass sich dies wiederholt. Die Notenbanken haben sich vorgenommen, Hersteller und Betreiber solcher Geräte auf die neuen Zehn-Euro-Banknoten vorzubereiten um sicherstellen, dass die Automaten die neuen Scheine akzeptieren.

Nach und nach werden alle Euro-Banknoten in Sachen Sicherheit auf den neuesten Stand gebracht. 2015 ist als Nächstes der Start des überarbeiteten 20ers vorgesehen.

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