Aldi, Rewe und Edeka heben die Preise an.

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Kaffee ist nach wie vor das liebste Getränk der Deutschen.

Kaffee ist nach wie vor das liebste Getränk der Deutschen.

dpa

Kaffee ist nach wie vor das liebste Getränk der Deutschen.

Köln. Aldi hat den Anfang gemacht – jetzt erhöhen auch andere die Kaffeepreise: Die Verbraucher müssen für ihr Lieblingsgetränk bei Rewe und Edeka ebenfalls mehr bezahlen. Der Einstiegspreis für 500 Gramm gemahlenen Röstkaffee liege nun bei 2,99 Euro, 50 Cent mehr als vorher, hieß es. Grund seien die hohen Rohstoffkosten.

Arabica-Rohkaffee hat sich seit Juni um 70 Prozent verteuert

„Die Preise für Arabica-Rohkaffee sind in den letzten Monaten kontinuierlich immer weiter gestiegen – wir mussten das irgendwann an die Kunden weitergeben“, sagt ein Rewe-Sprecher. Tengelmann wartet nach Angaben einer Sprecherin noch ab: „Wir können Preiserhöhungen aber nicht ausschließen.“

Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands trinkt jeder Deutsche durchschnittlich 150 Liter Kaffee im Jahr. Damit ist Kaffee beliebter als Mineralwasser (131 Liter) und Bier (102 Liter).

Aldi hatte zuletzt den Preis für seine günstigste Arabica-Kaffeemarke von 2,49 auf 2,99 Euro erhöht. So teuer ist dieses Produkt seit zehn Jahren nicht mehr gewesen, sagt Matthias Queck vom Handelsinformationsdienst Planet Retail. „Es ist aber kein historischer Höchststand.“ In der etwas teureren Kategorie kletterte der Preis um ebenfalls 50 Cent auf 3,49 Euro. Kaffee-Pads kosten nun zehn Cent mehr.

Doch nicht nur die Supermärkte heben die Kaffeepreise an. Auch der Kaffeeröster Tchibo hatte schon unmittelbar nach Weihnachten seinen Kaffee verteuert – „um maximal 50 Cent pro Pfund“, wie eine Sprecherin sagte.

Die Preise für hochwertigen Rohkaffee der Sorte Arabica haben in der Tat enorm angezogen. „Sie liegen derzeit um 70 Prozent höher als im Juni“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. Grund sei eine schwache Ernte in den Anbauländern Kolumbien und Brasilien.

Menschen in Schwellenländern gönnen sich jetzt häufiger Kaffee

Außerdem steige die weltweite Nachfrage nach Kaffee. „Auch die Menschen in den Schwellenländern gönnen sich jetzt häufiger den Genuss von Kaffee“, sagte Weinberg. Dass die Preise in nächster Zeit noch weiter zulegen, erwarte er aber nicht.

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