Volkswagen hat den Käfer-Enkel bulliger und markanter gestaltet.

Das Basismodell des neuen Beetle hat 105 PS und soll im Schnitt 5,9 Liter verbrauchen. Die Preise starten bei 16 950 Euro. Die ersten Modelle werden ab Oktober ausgeliefert.
Das Basismodell des neuen Beetle hat 105 PS und soll im Schnitt 5,9 Liter verbrauchen. Die Preise starten bei 16 950 Euro. Die ersten Modelle werden ab Oktober ausgeliefert.

Das Basismodell des neuen Beetle hat 105 PS und soll im Schnitt 5,9 Liter verbrauchen. Die Preise starten bei 16 950 Euro. Die ersten Modelle werden ab Oktober ausgeliefert.

dpa

Das Basismodell des neuen Beetle hat 105 PS und soll im Schnitt 5,9 Liter verbrauchen. Die Preise starten bei 16 950 Euro. Die ersten Modelle werden ab Oktober ausgeliefert.

Berlin/Wolfsburg. Was dem „Sohn“ des Käfers nicht ganz gelang, soll der „Enkel“ jetzt schaffen: Mit dem Beetle 2 will Volkswagen nicht nur in Nordamerika und China, sondern auch in Deutschland kräftig Marktanteile unter Auto-Nostalgikern gewinnen. „In den USA war der New Beetle ein großer Erfolg – in Europa war es eher bescheiden“, räumte VW-Chef Martin Winterkorn bei der Vorstellung des Nachfolgers ein. Das soll sich jetzt ändern.

Bei dem schlicht Beetle 2 genannten Modell geht es für den Konzern keineswegs nur um ein Nischenprodukt, das von PS-Fans mitunter als „Frauenauto“ belächelt wird. Stattdessen ist vom „Herz der Marke“ die Rede. Das Fahrzeug wird in seiner stärksten Motorisierung mit 200 PS angeboten – „zunächst“, wie Winterkorn augenzwinkernd betonte. Möglicherweise wird es später auch echte Beetle-Kraftprotze mit einer noch höheren Leistung geben.

Das neue Modell soll Durchbruch in Deutschland schaffen

Die neu gestaltete Version des Beetle soll dem Retro-Flitzer auch auf dem deutschen Heimatmarkt zum Durchbruch verhelfen. Nach dem ersten Käfer-Spross, der 1998 sein Debüt gefeiert hatte, könnte – so das Kalkül der Designer – der Beetle 2 dank seines bulligeren Äußeren mehr „maskuline“ Autofahrer für sich gewinnen. „Wir haben da einen Nerv getroffen“, glaubt Winterkorn. Er befürchtet allerdings nicht, dass die weibliche Anhängerschaft dadurch dezimiert werden könnte.

Der Käfer-Erbe ist auch für den Wachstumsmarkt Nummer eins, China, von Bedeutung. „Wir gehen zwar davon aus, dass der Beetle seinen Hauptmarkt in Amerika haben wird. Aber Zweitmarkt wird China“, so Winterkorn.

Und in Europa? Eine direkte Kampfansage an die Konkurrenz will sich der VW-Cheflenker zwar nicht abringen. Auf ein „Überholen“ des zum Rivalen BMW gehörenden Mini angesprochen, geht er aber schon einmal vorsichtig in die Offensive: „Das kann passieren.“

Die Kernmarke Volkswagen hat ihre Auslieferungen im Juni um 9,8 Prozent gesteigert und damit erstmals in einem ersten Halbjahr mehr als 2,5 Millionen Autos verkauft (plus 11,8 Prozent).

301 700 Fahrzeuge wurden ausgeliefert, das ist ein Plus von 4,9 Prozent. Die Nachfrage war zuvor wegen vorgezogener Autokäufe durch die Abwrackprämie beeinträchtigt.

In der Region Asien/Pazifik legte der Absatz von Januar bis Juni um 16,4 Prozent auf 950 100 Fahrzeuge zu. Dabei entfielen auf China – den größten Einzelmarkt – 852 800 Auslieferungen, ein Plus von zwölf Prozent.

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