Trotz Schuldenkrise sind die Anleger optimistisch wie lange nicht mehr. Die Unternehmen liefern solide Zahlen.

An der Börse regiert der Bulle – Symbol für steigende Kurse.   (dpa)
An der Börse regiert der Bulle – Symbol für steigende Kurse. (dpa)

An der Börse regiert der Bulle – Symbol für steigende Kurse. (dpa)

LISI NIESNER

An der Börse regiert der Bulle – Symbol für steigende Kurse. (dpa)

Frankfurt. Gute Zeiten für Aktionäre: Nach einem Traumjahr an der Börse geht die Rallye weiter. Zwar ist der deutsche Leitindex Dax am Montag nach seinem Fünfjahreshoch vom Freitag auf der Stelle getreten.

Doch Beobachter bleiben zuversichtlich: „Wenn es diese Woche gute Konjunkturdaten aus den USA gibt und Unternehmen in der Berichtssaison gute Ausblicke liefern, kann die psychologische Marke von 8000 Punkten genommen werden“, prophezeit Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank.

Die Angst vor dem Ende der Eurozone ist verschwunden

Der Optimismus hat viele Gründe. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten sind abgeebbt, die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone ist vorerst verschwunden. Für Deutschlands Leitindex ist selbst das Allzeithoch von 8150 Punkten nah, erläutert Roger Peeters von Close Brothers Seydler Research. Auch das Umfeld stimme, denn die meisten Unternehmen lieferten solide Zahlen, und die konjunkturellen Daten seien besser als zuletzt.

Auch in Deutschland dürfte die Konjunktur die Talsohle erreicht haben und bald wieder anziehen, in den wichtigen Volkswirtschaften China, Brasilien und den USA deuten die Frühindikatoren ebenfalls auf eine Belebung hin. „Selbst in unseren krisengeschüttelten europäischen Nachbarländern scheint die Abwärtsbewegung auszulaufen“, sagt Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud.

An den Börsen herrscht ein „Dreiklang der Glückseligkeit“

Halver vernimmt an den Börsen einen „Dreiklang der Glückseligkeit“ aus reichlich Liquidität, anziehender Konjunktur und einem Mangel an Alternativen. Die Zinsen dümpeln auf Rekordtief, der Rentenmarkt bietet magere Renditen, meist unterhalb der Inflation. Halver ist überzeugt, dass die Notenbanken die Zinsen noch lange niedrig halten werden: „Zumindest, bis der Berliner Flughafen in Betrieb geht.“

Doch nicht alle der 30 Dax-Unternehmen treiben den Aufschwung gleichermaßen. Während etwa BMW und Volkswagen, deren Autos in Übersee gefragt sind, ihren Aktienkurs seit 2008 verdoppeln konnten, notieren die Papiere der teilverstaatlichten Commerzbank noch um gut 90 Prozent unter ihrem damaligen Wert.

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