Modekette trotzt dem Negativtrend. Deutschland-Umsatz wächst um 2,6 Prozent.

Bekleidung
US-Schauspielerin und Model Cindy Crawford wirbt für C&A.

US-Schauspielerin und Model Cindy Crawford wirbt für C&A.

Daniel Deme

US-Schauspielerin und Model Cindy Crawford wirbt für C&A.

Düsseldorf. Gewinnzahlen nennt das Modeunternehmen C&A traditionell nicht. Dass man sich aber über die Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahrs freut – das machte Andreas G. Seitz, Vorstandssprecher von C&A Europa am Mittwoch bei der Pressekonferenz in Düsseldorf doch deutlich.

In einem Zeitraum, in dem der europäische Bekleidungsmarkt sich mit 0,2 Prozent rückläufig entwickelt habe, sei der eigene Umsatz um 3,2 Prozent auf europaweit 6,8 Milliarden Euro gewachsen.

Auch auf dem deutschen Markt, der für C&A mit 494 Filialen (europaweit: 1537) der wichtigste ist, lag der Umsatz von 3,09 Milliarden Euro bei einem Wachstum von 2,6 Prozent über dem Branchenschnitt von 1,6 Prozent. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen fast 18 000 Mitarbeiter.

Dass der Markt insgesamt im vergangenen Jahr im Bekleidungssektor schwierig war, begründet Seitz mit „historischen Höchstständen beim Baumwollpreis und gestiegenen Arbeitskosten“. Auch hätten schwierige Witterungsbedingungen – der Sommer, der schon im Frühling kam, und der erst spät einsetzende Winter – die Nachfrage negativ beeinflusst.

Der Online-Handel wächst, spielt bisher aber nur eine kleine Rolle

Dass man zunehmend auch Chancen im Onlinegeschäft sieht, zeigt das Wachstum von 40 Prozent in diesem Bereich. Auf Nachfrage sagte Seitz aber auch, dass dieser Bereich im Vergleich zum normalen Geschäft noch keine große Rolle spielt. Er mache bisher nur etwas mehr als zwei Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Nachhaltigkeit und Fairness als Unternehmensziel

Besonderes Gewicht legte Seitz bei seiner Präsentation auf den Nachhaltigkeitsbericht. Die Biobaumwollkollektion und damit der Verzicht auf synthetische Chemikalien, Pflanzenschutzmittel und Verbesserungen für die Farmer in den Erzeugerländern solle beschleunigt ausgebaut werden. Und: Kinderarbeit werde nicht akzeptiert.

Mit dem Lob „Cindy ist eine großartige Botschafterin des Stils“ stellte Seitz das Model vor, das der Mode seines Hauses in den nächsten Monaten ein Gesicht geben soll: Cindy Crawford war zwar am Mittwoch nicht in Düsseldorf, verkündete aber per Videobotschaft den Journalisten ihre Identifikation mit der Marke, die bekanntlich „Mode für die ganze Familie“ bieten will. Wofür sie mit ihren 46 Jahren und als verheiratete Mutter zweier Kinder der passende Werbeträger zu sein scheint.

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