Beiersdorf
Nivea ist das bekannteste Produkt der Beiersdorf AG in Hamburg. Das Unternehmen hat wegen seines Konzernumbaus 2010 deutlich weniger verdient.

Nivea ist das bekannteste Produkt der Beiersdorf AG in Hamburg. Das Unternehmen hat wegen seines Konzernumbaus 2010 deutlich weniger verdient.

dpa

Nivea ist das bekannteste Produkt der Beiersdorf AG in Hamburg. Das Unternehmen hat wegen seines Konzernumbaus 2010 deutlich weniger verdient.

Hamburg (dpa) - Die Sanierung des Pflege- und Kosmetikgeschäfts hat den Nivea-Hersteller Beiersdorf im vergangenen Jahr stark belastet.

Unter dem Strich stand wegen der Neuausrichtung des schwächelnden Stammgeschäfts ein Gewinn von rund 308 Millionen Euro und damit fast ein Fünftel weniger als 2009, teilte Beiersdorf mit. Der Nivea-Konzern legte damit als erstes Unternehmen aus dem Aktienindex DAX vorläufige Jahreszahlen vor.

Der angekündigte Umbau des Unternehmens belastete das Ergebnis mit rund 100 Millionen Euro. Vorstandschef Thomas-B. Quaas ist mit dem Stammgeschäft nicht zufrieden und kündigte deshalb im Dezember an, hart durchzugreifen. Der Manager will sich von nicht gut laufenden Marken trennen und ganz auf die Angebote konzentrieren, die gute Geschäfte versprechen. Dazu zählen unter anderem Cremes, Deodorants, Duschgel oder Sonnenmilch. Schwache Umsatzbringer werden dagegen aussortiert: «In einer Übergangsphase belasten die Auswirkungen der Maßnahmen zwar unser Ergebnis, sie werden uns aber konsequent wieder zur früheren Dynamik zurückbringen», sagte Quaas.

Der Hamburger Konzern kämpft vor allem in seinem Heimatmarkt Deutschland mit einem starken Wettbewerb. Dieser kommt nicht nur von Konkurrenten wie L'Oreal, Procter & Gamble, Unilever oder Henkel. Druck kommt zunehmend auch durch den Einzelhandel, der mehr und mehr die Regale mit günstigen Eigenmarken bestückt.

Im vergangenen Jahr profitierte Beiersdorf von einer deutlichen Erholung in der vergleichsweise kleinen Klebersparte Tesa, die den Hamburger Konzern in der Finanzkrise noch stark belastet hatte. Hier legte der Erlös 2010 um 18 Prozent auf 872 Millionen Euro zu - damit kehrte die Sparte auf Vorkrisenniveau zurück. Konzernweit lag das Umsatzplus bei knapp acht Prozent, die Erlöse stiegen auf 6,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderkosten legte um 9 Prozent auf rund 697 Millionen Euro zu.

Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten dennoch mit Ernüchterung aufgenommen. Das Papier verlor weiter an Boden. Seit der Gewinnwarnung im Dezember sank der Börsenwert des Unternehmens um rund zehn Prozent. Damit gehörte der Titel zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex.

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