1700 Arbeitsplätze fallen weg. Gesundheitssparte in Wuppertal betroffen.

Bayer-Chef Dekkers

dpa

Leverkusen. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will den Abbau von 1700 Arbeitsplätzen in Deutschland ohne betriebsbedingte Kündigungen durchziehen. In einer Gesamtbetriebsvereinbarung sei noch einmal festgelegt worden, dass die Stellenstreichungen unter anderem durch normale Fluktuation und Aufhebungsverträge erreicht werden sollen, teilte die Bayer AG gestern in Leverkusen mit. Der Abbau solle bis Ende 2012 abgeschlossen werden. Bis dahin waren betriebsbedingte Kündigungen ohnehin ausgeschlossen.

Für die Betroffenen werden faire Lösungen gesucht

Bayer-Personalvorstand Richard Pott zeigte sich überzeugt, dass es „gelingen wird, für die betroffenen Beschäftigten annehmbare und faire Lösungen zu finden. Konzern-Chef Marijn Dekkers hatte im November ein weltweites Sparprogramm aufgelegt. Dieses sah den Abbau von insgesamt 4500 Stellen bis Ende 2012 vor.

Weitere Einzelheiten wollte Pott noch nicht mitteilen. Nach Medienberichten will Bayer in der Gesundheitssparte in Deutschland rund 700 Stellen streichen. Davon stünden 400 in Berlin, Wuppertal und Leverkusen bereits fest. Dabei gehe es auch um Forscherstellen. Im Pflanzenschutz sollten in Deutschland etwa 300 Arbeitsplätze wegfallen. Auch bei den Servicegesellschaften und in der Konzernverwaltung setzte Bayer den Rotstift an, wo zusammen etwa 700 Stellen gestrichen werden sollten.

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