Wegen der angespannten Lage am Finanzmarkt deponieren die Banken weiterhin überschüssige Mittel bei der EZB, obwohl die Konditionen für sie ungünstig sind. Foto: Uwe Anspach
Wegen der angespannten Lage am Finanzmarkt deponieren die Banken weiterhin überschüssige Mittel bei der EZB, obwohl die Konditionen für sie ungünstig sind. Foto: Uwe Anspach

Wegen der angespannten Lage am Finanzmarkt deponieren die Banken weiterhin überschüssige Mittel bei der EZB, obwohl die Konditionen für sie ungünstig sind. Foto: Uwe Anspach

dpa

Wegen der angespannten Lage am Finanzmarkt deponieren die Banken weiterhin überschüssige Mittel bei der EZB, obwohl die Konditionen für sie ungünstig sind. Foto: Uwe Anspach

Frankfurt/Main (dpa) - Die Spannungen im europäischen Bankensektor bleiben trotz einer spürbaren Verbesserung am europäischen Anleihenmarkt außergewöhnlich hoch.

Dies zeigen die kurzfristigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB), die zum Wochenschluss einen neuen Rekordwert erreichten. Die eintägigen Einlagen seien auf rund 489,9 Milliarden Euro gestiegen, wie die EZB mitteilte.

Zuletzt hatten die Einlagen am Mittwoch einen Rekord bei 485,9 Milliarden Euro erreicht. In den Tagen zuvor waren die Einlagen von einem Rekord zum nächsten geeilt. Die eintägigen Ausleihungen der Banken bei der Notenbank betrugen zuletzt rund 1,5 Milliarden Euro.

Die kurzfristigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB liefern einen Hinweis auf das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise deponieren die Banken nur ungern überschüssige Mittel bei der Notenbank, da die Konditionen für sie ungünstig sind.

Am Vortag hatten erfolgreiche Versteigerungen von Staatsanleihen in Spanien und Geldmarktpapieren in Italien vorerst für eine spürbare Entspannung in der Euro-Schuldenkrise gesorgt. Offenbar scheinen die Geschäftsbanken einen Teil der zuletzt großzügigen Liquiditätsversorgung durch die EZB wieder der Notenbank zu parken. Ende 2011 hatte die EZB mit einem Dreijahreskredit fast 500 Milliarden Euro in den Bankensektor gepumpt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer