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Ein Dodge Charger auf der Automobilmesse in Detroit 2011: Auch der US-Markt gehört zu den Wachstumstreibern.

Ein Dodge Charger auf der Automobilmesse in Detroit 2011: Auch der US-Markt gehört zu den Wachstumstreibern.

dpa

Ein Dodge Charger auf der Automobilmesse in Detroit 2011: Auch der US-Markt gehört zu den Wachstumstreibern.

Berlin/Brüssel (dpa) - Das Geschäft mit Autos boomt weltweit - nur Europa schwächelt noch: Der Boom vor allem in Asien hat 2010 zu einem kräftigen Zuwachs beim weltweiten Autoabsatz geführt. Rund 61,7 Millionen Autos wurden verkauft.

Das war im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ein Plus von 12 Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Berlin mitteilte. In Europa ging die Zahl der Neuzulassungen im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 13,36 Millionen Fahrzeuge zurück, wie der europäische Branchenverband ACEA berichtete.

Nach VDA-Einschätzung hat sich das internationale Geschäft deutlich schneller erholt als erwartet. 2009 war der Weltmarkt im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise noch um drei Prozent geschrumpft. Vor allem in den USA und Osteuropa war der Absatz eingebrochen. Die Vereinigten Staaten rappelten sich nun wieder auf: Der Pkw-Verkauf stieg um 4 Prozent, bei leichten Transportern waren es 18 Prozent. Bei beiden Segmenten zusammen betrug das Plus 11 Prozent auf 11,6 Millionen Fahrzeuge.

In Europa verlangsamte sich nach ACEA-Angaben der Abwärtstrend im Dezember. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sei die Zahl der neu zugelassenen Autos um 3,2 Prozent auf 1,01 Millionen Stück gefallen. In den neuen EU-Ländern hätten sich die Märkte in der zweiten Jahreshälfte zunehmend stabilisiert. Die 800 000 Neuzulassungen in der Region bedeuteten jedoch ein Minus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Stark war im Dezember die Nachfrage in Deutschland - die Zahl der Neuzulassungen stieg um knapp sieben Prozent auf 230 371 Autos. In anderen großen Ländern wie Frankreich (minus 0,7 Prozent), Großbritannien (minus 18,0), Italien (minus 21,7) und Spanien (minus 23,9 Prozent) ging die Zahl der neu zu gelassenen Fahrzeuge auch im Dezember zurück. Über das gesamte Jahr 2010 gehörte Deutschland allerdings zu einem der schwächsten Märkte: Die Zahl der Neuzulassungen sank um 23,4 Prozent auf 2,92 Millionen Stück.

Nach VDA-Angaben waren 2010 vor allem Brasilien, Russland, Indien und China sowie der US-Markt die Wachstumstreiber. So legte der Autoabsatz in China um mehr als ein Drittel auf fast 11,3 Millionen Autos zu. In Indien stiegen die Verkäufe um 31 Prozent auf 2,4 Millionen Fahrzeuge. Mit einem Absatzplus von fast 11 Prozent auf 3,3 Millionen Fahrzeuge lag Brasilien laut VDA erstmals vor dem deutschen Markt.

In Russland schoss der Autoabsatz um 30 Prozent auf gut 1,9 Millionen Stück nach oben. Dort half eine Verschrottungsprämie. Von früheren Höchststände sei Russland aber noch weit entfernt, konstatierte der VDA.

Im laufenden Jahr stehen die Zeichen weltweit weiter auf Wachstum. So rechnet Europas größter Autobauer Volkswagen mit einer Steigerung des Gesamtmarktes von 5 Prozent.

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