Die VW-Tochter bricht alle Rekorde und macht nun Jagd auf den Rivalen BMW.

oberklasse
Das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für den Verkauf von Audis.

Das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für den Verkauf von Audis.

Reuters

Das Jahr 2011 war ein gutes Jahr für den Verkauf von Audis.

Ingolstadt. Audi hat im vergangenen Jahr alle Rekorde gebrochen. Die bayerische Volkswagen-Tochter verkaufte angesichts der ungebrochenen Nachfrage vor allem in der Oberklasse so viele Autos wie nie zuvor und fuhr den größten Gewinn der Unternehmensgeschichte ein. Unter dem Strich stehen 4,4 Milliarden Euro – ein sattes Plus von fast 69 Prozent.

„Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Audi will 2012 stärker wachsen als der Gesamtmarkt.“

Rupert Stadler, Audi-Chef

Damit bleibt Audi nicht nur eine Ertragsperle im VW-Konzern. Die Ingolstädter schalten auch im Dreikampf mit Daimler und Branchenprimus BMW einen Gang höher. Während der Münchner Rivale seine Spitzenposition verteidigen will, wollen die Schwaben bis 2020 nach vorne fahren.

Trotz allem Optimismus blickte Audi-Chef Rupert Stadler am Donnerstag wie bereits vor einem Jahr nur vorsichtig nach vorne. „Beim Blick in die Zukunft kann hingegen von eitel Sonnenschein längst nicht die Rede sein.“

Vor allem die trüberen Konjunkturaussichten machen dem Audi-Boss Sorgen. Dennoch will Stadler 2012 auf dem weltweiten Automarkt zulegen, dem Experten insgesamt ein Plus von etwa vier Prozent vorhersagen. „Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Audi will 2012 stärker wachsen als der Gesamtmarkt.“

Vor allem in China und in den USA erhofft sich der Manager erneut zweistellige Zuwachsraten. Das Reich der Mitte habe sich längst als „tragende Säule“ neben den großen Märkten in Europa und Nordamerika etabliert. China war bereits 2011 der größte Absatzmarkt für Audi.

Die rund 44 800 Tarifbeschäftigten an den deutschen Audi-Standorten bekommen angesichts des Rekordgewinns der VW-Tochter für das vergangene Jahr eine Rekordprämie.

Im Schnitt zahlt der bayerische Konzern seinen Mitarbeitern für ihre Leistungen zwei Monatsgehälter – durchschnittlich summiert sich damit die Sonderzahlung auf 8251 Euro.

Den Umsatz steigerte Audi um fast ein Viertel auf 44 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg um 60 Prozent auf 5,34 Milliarden Euro. Damit erwirtschaftete Audi einen stattlichen Anteil des VW-Rekordgewinns von fast 16 Milliarden Euro.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer