Audi
Audi A1-Produktion in Brüssel.

Audi A1-Produktion in Brüssel.

dpa

Audi A1-Produktion in Brüssel.

Las Vegas/Ingolstadt (dpa) - Audi hat 2010 so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Dabei übertraf der Autobauer noch seine eigenen Prognosen. Die Ingolstädter VW-Tochter verkaufte 1,092 Millionen Autos nach 949 700 ein Jahr zuvor.

Dies sei ein Plus von rund 15 Prozent, sagte Audi-Chef Rupert Stadler am Donnerstag (Ortszeit) am Rande der Elektronikmesse CES im amerikanischen Las Vegas. «Das ist ein superschönes Ergebnis», sagte der Auto-Manager. Auch beim Umsatz und beim Ergebnis werde es neue Spitzenwerte geben. Ursprünglich hatte Audi als Absatzziel 1,08 Millionen Autos angegeben.

Stadler skizzierte auf der Consumer Electronics Show (CES) als einer der Eröffnungsredner den Weg von Audi, das Auto mit der Welt des Internets zu verknüpfen. Der Auto der Zukunft werde online mit anderen Autos sowie mit Verkehrs- und Wetter-Datenströmen verbunden sein. Am Rande kündigte der Manager an, dass der Kleinwagen A1 schon in diesem Jahr in China eingeführt starten soll.

«Der A1 gibt der Marke Audi in China ein ganz neues Gesicht», sagte Stadler. Berichte, wonach der seit dem vergangenen Jahr in Belgien gebaute Kleinwagen die Absatzziele verfehlt habe, wies er zurück. Das Verkaufsziel von 25 000 bis 30 000 Einheiten sei erfüllt worden. 2011 will Audi etwa 120 000 Modelle des A1 verkaufen.

China verfehlte die Position des wichtigsten Marktes für die Ingolstädter mit 227 900 verkauften Autos - ein Plus von 43,4 Prozent - nur ganz knapp. Noch werden in Deutschland mehr Audis verkauft, allerdings stagnierte der Heimatmarkt mit 229 100 verkauften Autos praktisch. China werde aber rasant wachsen. Allein in den drei kommenden Jahren wolle Audi dort eine Million Autos verkaufen, bestätigte Stadler die Absatzpläne, die er auch durch Zulassungsbeschränkungen der chinesischen Regierung nicht gefährdet sieht.

Stadler kündigte einen massiven Ausbau der Kapazitäten für die Verknüpfung Internet und Auto an: «Audi verändert sich immer mehr in Richtung Softwareunternehmen.» In nicht allzu ferner Zeit stehen bei den Ingolstädtern Themen wie 3-D-Navigation und frei kombinierbare volldigitale Kombiinstrumente auf der Tagesordnung. Dann können Autofahrer beispielsweise selbst bestimmen, ob der Drehzahlmesser oder der Tachometer in der Mitte des Displays stehen. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran», sagte Stadler.

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