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Die Nachrichten vom US-Jobmarkt bleiben positiv - aber nach dem Geschmack von Volkswirten nicht positiv genug. Foto: David Maung

Die Nachrichten vom US-Jobmarkt bleiben positiv - aber nach dem Geschmack von Volkswirten nicht positiv genug. Foto: David Maung

dpa

Die Nachrichten vom US-Jobmarkt bleiben positiv - aber nach dem Geschmack von Volkswirten nicht positiv genug. Foto: David Maung

Washington (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den USA geht langsam aber stetig zurück. Im Oktober seien 80 000 zusätzliche Stellen geschaffen worden, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit.

Die Arbeitslosenquote sank auf 9,0 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Im September hatte sie bei 9,1 Prozent gelegen. Allerdings hat sich das Jobwachstum ein wenig abgeflaut - der Aufbau neuer Stellen war so langsam wie seit vier Monaten nicht mehr.

Experten hatten eigentlich mit einer größeren Zunahme gerechnet. Da sich zuletzt wieder mehr Amerikaner arbeitslos gemeldet haben, sank die Quote nur leicht. «Die Schaffung von Arbeitsplätzen muss viel schneller vonstatten gehen, um eine Delle in die Arbeitslosenquote zu bekommen», sagte der Chefökonom der Credit Suisse Bank in New York der Fachagentur Bloomberg.

Außergewöhnlich positiv fiel dagegen die Korrektur vorheriger Zahlen aus. So revidierte das Ministerium den Jobaufbau für September von 103 000 auf 158 000 Stellen. Im August wurden 104 000 zusätzliche Stellen geschaffen, statt 57 000 wie bisher angenommen worden war.

Insgesamt waren im Oktober 13,9 Millionen Menschen in den USA ohne Beschäftigung, gut 40 Prozent davon seit mehr als einem halben Jahr. Die Rate liegt bereits seit Februar 2009 über 8 Prozent - eine längere Durststrecke gab es in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg nie. Auch US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte jüngst die «frustrierend langsame Erholung» beklagt. Er erwartet einen Rückgang unter 8 Prozent erst für 2013.

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