An die Aktionäre werden 45 Milliarden Dollar ausgeschüttet.

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Das iPad ist Teil der Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Unternehmens.

Das iPad ist Teil der Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Unternehmens.

dpa

Das iPad ist Teil der Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen Unternehmens.

Cupertino. Die Apple-Aktionäre werden erstmals seit 1995 wieder eine Dividende bekommen. Die Auszahlung wurde auf 2,65 Dollar pro Aktie im Quartal angesetzt. Zudem will der iPhone- und iPad-Hersteller eigene Aktien im Wert von zehn Milliarden Dollar zurückkaufen. Insgesamt sollen binnen drei Jahren 45 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Apple saß zuletzt auf einem Geldberg von knapp 100 Milliarden Dollar.

Apple häuft Geldreserven von 97,6 Milliarden Dollar an

Apple hatte in den 90er Jahren die Dividendenzahlungen eingestellt als das Unternehmen am Abgrund stand. Apple häufte inzwischen aber auf Geldreserven von 97,6 Milliarden Dollar an, was dem aktuellen Bruttoinlandsprodukt Schleswig-Holsteins entspricht, und ist damit auch das teuerste Unternehmen der Welt mit einem Börsenwert von zuletzt rund 546 Milliarden Dollar. Die Anteilseigner drängten deshalb schon seit langem auf eine Dividende oder einen Aktienrückkauf.

Die Dividendenzahlungen sollen im vierten Geschäftsquartal starten, das im Juli beginnt. Die Aktienrückkäufe sind erst im nächsten Geschäftsjahr geplant, das am 30. September 2012 beginnt. Die Dividendenrendite liegt bei rund 1,8 Prozent. Eine zehnjährige US-Staatsanleihe erzielt im Vergleich eine Rendite von 2,3 Prozent. Die Aktionäre können zusätzlich auf Kurssteigerungen hoffen.

Teile des Geldes wurden bisher für Investitionen eingesetzt

Bisher ging Apple sehr zurückhaltend mit den Geldreserven um. Sie wurden für kleinere Firmenzukäufe eingesetzt – oder Milliarden-Deals, um eine langfristige Versorgung mit wichtigen Bauteilen wie Bildschirme oder Flash-Speicher zu sichern. Man habe einen Teil des Geldes für „großartige Investitionen“ eingesetzt, sagte Konzernchef Tim Cook.

Etwa für Forschung und Entwicklung, neue Apple-Läden, strategische Vorauszahlungen oder Investitionen in die Zuliefererkette. „Sie werden in Zukunft mehr davon sehen“, betonte er. Man habe immer noch genug Geld für strategische Gelegenheiten und den operativen Betrieb.

Apple-Gründer Steve Jobs, der das Unternehmen Ende der 90er Jahre vor der Pleite rettete und bis zu seinem Tod 2011 führte, galt als Dividenden-Gegner. Nachfolger Tim Cook machte den Aktionären im Vorfeld Hoffnung auf eine Ausschüttung. Apple hat rund 930 Millionen Aktien.

Bei der Verwendung der Barreserven und kurzfristigen Investments muss Apple berücksichtigen, dass sich ein Großteil – etwa zwei Drittel – außerhalb der USA befindet. Sollte Apple dieses Geld in den USA einsetzen, würden hohe Steuern fällig. „Wir geben unser Geld aus, als wären es unsere letzten Pennies“, sagte Cook erst kürzlich. dpa

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