Transrapid
Der Transrapid, hier der TR 09 auf der Testrecke in Lathen (Emsland), könnte bald über Teneriffa sausen.

Der Transrapid, hier der TR 09 auf der Testrecke in Lathen (Emsland), könnte bald über Teneriffa sausen.

dpa

Der Transrapid, hier der TR 09 auf der Testrecke in Lathen (Emsland), könnte bald über Teneriffa sausen.

Leer/Lathen (dpa) - Die Mitarbeiter der Transrapid-Versuchsstrecke im Emsland bangen um ihre Arbeitsplätze. Die Betreibergesellschaft IABG habe für 49 Mitarbeiter einen Antrag auf Massenentlassung gestellt, sagte Volker Pretzer von der Arbeitsagentur Leer am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte.

Es gebe noch keine Perspektive für eine Weiternutzung der Teststrecke, begründete er. Die IABG war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Bedeutung dieses Antrags wurde unterschiedlich bewertet: «Ich befürchte, dass es diesmal ernst wird. Ich mag den Mitarbeitern vor Ort keine großen Hoffnungen machen», sagte Landrat Hermann Bröring (CDU).

Nach Angaben von Arbeitsagentur-Sprecher Pretzer handelt es sich jedoch um ein «rein vorsorgliches Verfahren». Am 16. Dezember würden unter anderem Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Agentur darüber beraten, wie Entlassungen verhindert werden könnten. Es sei nicht das erste Mal, dass die IABG einen solchen Antrag stelle. «In der Vergangenheit ist das mehrmals abgelehnt worden», sagte Pretzer.

Der Bund hatte bereits angekündigt, sich aus der Finanzierung der Versuchsstrecke zurückziehen zu wollen. Landrat Bröring erklärte, er sehe kaum eine Perspektive für den Weiterbetrieb.

Nach Angaben der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU) soll es zur Zukunft der Versuchsstrecke nächste Woche in Berlin einen Runden Tisch mit Regierungsvertretern geben. «Sollte der Bundesverkehrsminister in den kommenden 14 Tagen einen annehmbaren Vorschlag zum Erhalt der Teststrecke machen, ist der Landkreis Emsland mit dabei», kündigte Bröring an.

Beim Zusammenstoß eines Transrapids mit einem Werkstattwagen waren im September 2006 auf der Strecke im Emsland 23 Menschen ums Leben gekommen. Als mögliche Interessenten an der Magnetschwebetechnik wurden zuletzt unter anderem Brasilien und die Türkei genannt.

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