Lidl kritisiert den neuen Preiskampf aus Sorge um den Tierschutz.

Ein Verbraucher mit Lidl- und Aldi-Einkaufstüte.
Ein Verbraucher mit Lidl- und Aldi-Einkaufstüte.

Ein Verbraucher mit Lidl- und Aldi-Einkaufstüte.

dpa

Ein Verbraucher mit Lidl- und Aldi-Einkaufstüte.

Düsseldorf. Im deutschen Lebensmittelhandel purzeln erstmals seit Jahren auf breiter Front die Preise. Seit Januar hat Discount-Marktführer Aldi Schlag auf Schlag die Preise für Eier, Instant-Kaffee, Frühstücks-Cerealien, Wein, Fisch, Butter und jetzt auch Fleisch gesenkt. Die Konkurrenz musste nachziehen und ärgert sich.

„Das ist Wertvernichtung“, klagte kürzlich Rewe-Chef Alain Caparros. Allein die von Aldi angestoßenen Preissenkungen bei Eiern hätten das Unternehmen beim Rohertrag mehrere Millionen Euro gekostet. Doch eine Alternative dazu, den Preisvorgaben des Discounters zu folgen, sieht der Manager nicht. „Wir sind in einer Preisspirale, in der wir mitschwimmen müssen.“ Tatsächlich sind die nächsten Preissenkungen schon absehbar. Nach den jüngsten Rotstift-Aktionen bei Butter rechnen die Milchbauern auch mit sinkenden Milch- und Joghurtpreisen.

Rind, Hähnchen und Pute sind billiger geworden

Konkurrent Lidl reagiert inzwischen gereizt. In einem für die Branche ungewöhnlichen Schritt kritisierte die Nummer zwei unter den deutschen Billiganbietern am Montag die jüngsten Preissenkungen des Rivalen bei Rind-, Hähnchen- und Putenfleisch. Und begründete dies mit der Sorge um den Tierschutz.

Lidl würde es begrüßen, „wenn es trotz des harten Wettbewerbs in Deutschland gelänge, ein Preisniveau im Frischfleisch-Sektor zu finden, das die richtigen und wichtigen Anstrengungen für mehr Tierwohl unterstützt“, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ungeachtet seiner Kritik zog das Unternehmen aber nach.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer