Klaus-Dieter Scheurle
Der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle. Foto: Britta Pedersen

Der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle. Foto: Britta Pedersen

dpa

Der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle. Foto: Britta Pedersen

Langen (dpa) - Ein Passagierflugzeug ohne Piloten? Was sich für die meisten Menschen wie eine Horrorvision anhört, könnte nach Einschätzung des Chefs der Deutschen Flugsicherung (DFS) schon bald Realität werden.

Der Luftverkehr stehe vor einem Automatisierungsschub, sagte der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung, Klaus-Dieter Scheurle, der Deutschen Presse-Agentur in Langen bei Frankfurt. Schließlich sei die Technologie für unbemannte Flugzeuge im militärischen Bereich längst grundsätzlich vorhanden.

«Einer weitgreifenden Automatisierung stehen nur die Sorgen der Fluggesellschaften im Wege, die um die Akzeptanz ihrer Passagiere fürchten, wenn vorne kein Pilot mehr im Cockpit sitzt», sagte Scheurle. Allerdings bewege sich die Gesellschaft schnell auf automatisierte Mobilität beim Auto zu. «Wenn es dort funktioniert, wird auch das Vertrauen in unbemannte Flugzeuge wachsen.»

Auch am Boden helfen IT-Systeme den Lotsen, immer größere Zahlen von Flugobjekten zu überwachen, meinte Scheurle. Ganz ohne Menschen werde es aber nicht gehen. «Jemand muss den Luftraum überwachen und für Ordnung sorgen. Über Würzburg ist der obere Luftraum beispielsweise schon jetzt zu manchen Zeiten so voll, dass wir an der Grenze des Möglichen sind.» Neue Herausforderungen für die Lotsen seien mit dem massenhaften Einsatz von Drohnen verbunden, deren kommerzielle Nutzung erst am Anfang stehe.

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