Deutsche Bank berät Anleger zur Finanzkrise.

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Ackermann will gestärkt aus der Krise kommen.

Ackermann will gestärkt aus der Krise kommen.

Schaller

Ackermann will gestärkt aus der Krise kommen.

Düsseldorf. Anlässlich des 1. Deutsche Bank Finanzforums in Düsseldorf, zu dem bis Donnerstag 18 Uhr rund 5000 Interessenten zur Geldanlage in der Krise kostenlos beraten werden sollen, hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann versucht, 350 ausgewählten Kunden die Auslöser der Finanzkrise und deren Folgen zu erklären. Anfangs, im Juli 2007, als die ersten Hedgefonds in den USA zusammenbrachen, hätten alle Banker die Krise noch unterschätzt. Bis dahin konnte das System alle Schocks aushalten und aus eigener Kraft bereinigen.

Dann kam im Herbst 2008, als die "Sache sich beruhigt hatte", laut Ackermann ein "fürchterliches Signal": Der von der US-Regierung zur Abschreckung gewollte Zusammenbruch der Lehman-Bank. Sämtliches Vertrauen in die Banken sei verloren gegangen, und es werde noch eine Weile dauern, bis es wieder komme und die Krise überwunden werden könne.

"Wir haben auch Fehler gemacht, alle", gab Ackermann zu. Er entschuldigte sich aber nicht für das Ungemach, das auch er seinen Kunden bereitet hat. Nach Ansicht des Vorstandschefs könne die Deutsche Bank aber gestärkt aus der Krise hervorgehen. "Viele unserer Konkurrenten sind verschwunden, oder stark geschwächt", sagte Ackermann.

Die hohe Einflussnahme des Staates auf das System besorge ihn. Wichtige Fragen seien, wie die Banken aus den staatlichen Händen wieder herauskommen und welche globalen Spielregeln auf den Märkten künftig gelten.

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