Mario Draghi
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Foto: Arne Dedert

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Foto: Arne Dedert

dpa

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) - Europas Bankenaufseher drängen die Geldhäuser 2018 zum Abbau von Problemkrediten.

Die Bestände ausfallgefährdeter Darlehen («Non-Performing Loans»/NPL) seien «bei vielen Instituten nach wie vor hoch, und dies kann sich letztlich negativ auf die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft auswirken», stellte die EZB-Bankenaufsicht fest.

Vor allem Südeuropas Banken hatten bis zuletzt mit ausbleibenden Kreditraten zu kämpfen.

Grundsätzlich hält die Europäische Zentralbank (EZB) die Geschäftsbanken im Euroraum für widerstandsfähig und stabil. Ein namentlich nicht genanntes Geldhaus fiel jedoch bei der Prüfung der Kapitalanforderungen durch. Das geht aus den Ergebnissen des regelmäßigen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses («Supervisory Review and Evaluation Process»/SREP) der EZB hervor.

Dabei legen die Aufseher individuelle Kapitalzuschläge für Banken fest - je nach Risiko. Im Schnitt lagen die Kapitalanforderungen in diesem Jahr bei 10,6 Prozent, nach 10,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Ab dem nächsten Frühjahr müssen sich Europas Banken erneut einem großen Krisentest stellen: In parallelen Stresstests werden die Europäische Bankenaufsicht EBA und die EZB die Institute unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse sollen Anfang November veröffentlicht werden. Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die größten Bankengruppen im Euroraum direkt, derzeit sind das 119 Institute.

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