Uli Hoeneß im Stadion
Was in seinem Steuerprozess bislang schon ans Tageslicht gekommen ist, macht ein mildes Urteil für Uli Hoeneß (Mitte, r) immer unwahrscheinlicher. Foto: Nicolas Armer

Was in seinem Steuerprozess bislang schon ans Tageslicht gekommen ist, macht ein mildes Urteil für Uli Hoeneß (Mitte, r) immer unwahrscheinlicher. Foto: Nicolas Armer

dpa

Was in seinem Steuerprozess bislang schon ans Tageslicht gekommen ist, macht ein mildes Urteil für Uli Hoeneß (Mitte, r) immer unwahrscheinlicher. Foto: Nicolas Armer

München (dpa) - Knapp zwei Drittel der Deutschen fordern den sofortigen Rücktritt von Steuersünder Uli Hoeneß als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov von Montag bis Mittwoch dieser Woche.

Demnach sind nur 22 Prozent der Befragten der Ansicht, Hoeneß solle weiter im Amt bleiben, 65 Prozent sprechen sich für den Rückzug aus. Im Bundesland Bayern sind dies mit 56 Prozent immerhin noch mehr als die Hälfte.

Am Mittwoch hatten die Verteidiger von Hoeneß im spektakulären Prozess vor dem Landgericht München II die auf 27,2 Millionen Euro bezifferten Steuerschulden akzeptiert. Sollte es keine weiteren Beweisanträge geben, könnte am Donnerstag ein Urteil fallen. Knapp drei Fünftel der Befragten (59 Prozent) erwarten dabei, dass Hoeneß durch seine Popularität einen Prominenten-Bonus vor Gericht habe.

Auch bei einer weiteren Frage zeigten sich die Umfrage-Teilnehmer kritisch: So sollte Steuerflucht nach Ansicht von drei Vierteln (74 Prozent) in Deutschland härter bestraft werden. Nur acht Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Prozess gegen den Club-Chef Auswirkungen auf die Leistung der Mannschaft haben wird.

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