Berlin (dpa) - Papst Benedikt XVI. hat sich in seinem knapp achtjährigen Pontifikat zu vielen theologischen und weltlichen Themen geäußert:

«Nach einem großen Papst Johannes Paul II. haben die Herrn Kardinäle mich gewählt, einen einfachen und bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn.» (Erste Worte als Papst am 19. April 2005 an die Menschen auf dem Petersplatz)

«Die (...) Auflösungstendenzen bezüglich der Ehe, (...) bis hin zur Pseudo-Ehe zwischen Personen des gleichen Geschlechts, sind (...) Ausdruck einer anarchischen Freiheit, die sich zu Unrecht als wahre Befreiung des Menschen ausgibt.» (Auf einer Tagung in Rom, 6. Juni 2005)

«Die Völker der reichen Länder müssen dazu bereit sein, die Bürde des Schuldenerlasses der armen Länder auf sich zu nehmen.» (Botschaft vom 2. Juli 2005 vor einem G8-Gipfel in Schottland)

«Ich möchte auch sagen, dass der Papst kein Orakel und (...) nur in den seltensten Fällen unfehlbar ist.» (Ansprache an den Klerus, 25. Juli 2005)

«Der Terrorismus, welcher Herkunft er auch sei, ist eine perverse und grausame Entscheidung, die das unantastbare Recht auf Leben mit Füßen tritt.» (Zu muslimischen Gemeinden in Köln, 20. August 2005.)

«An diesem Ort des Grauens, einer Anhäufung von Verbrechen gegen Gott und den Menschen ohne Parallele in der Geschichte, zu sprechen, ist fast unmöglich - ist besonders schwer und bedrückend für einen Christen, einen Papst, der aus Deutschland kommt.» (Im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz am 28. Mai 2006)

«Mein Herz schlägt bayerisch». (Zu Journalisten während eines Fluges von Rom nach München am 9. September 2006)

«"Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, das er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten".» (In einer Vorlesung an der Regensburger Universität am 12. September 2006. Aus dem Zusammenhang gerissen, löst das Zitat eines byzantinischen Kaisers in der muslimischen Welt scharfe Proteste aus)

«Man kann das Problem nicht mit der Verteilung von Kondomen lösen. Es muss viel mehr geschehen (...). Man hatte mich gefragt, warum die katholische Kirche in Sachen Aids eine unrealistische und wirkungslose Position einnehme. Daraufhin fühlte ich mich (...) herausgefordert. (...) Weil sie als einzige Institution ganz nah und ganz konkret bei den Menschen ist (...).» (In dem Interviewbuch «Licht der Welt. Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit» von Peter Seewald zur Afrika-Reise des Papstes 2009)

«Ich bin gekommen, um in Stille vor diesem Monument zu stehen, das errichtet wurde, um die Erinnerung an die Millionen von Juden zu ehren, die während der schrecklichen Tragödie der Schoah getötet wurden. (...) Die katholische Kirche, die den Lehren von Jesus verpflichtet ist und seine Liebe für alle Menschen nachahmen will, fühlt tiefes Mitleid für die Opfer, derer hier gedacht wird.» (Während seines Besuchs in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem am 11. Mai 2009)

«Euch, die ihr unseren Planeten von weitem überfliegt, muss es klar sein, dass wir alle zusammenleben, und wie absurd jeder Krieg ist.» (Im Gespräch mit Astronauten der Weltraumstation ISS am 21. Mai 2011)

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